Die interregionale Gruppe „Inseln und Inselgebiete“ agiert als Sprachrohr für die europäischen Inseln und Gebiete in äußerster Randlage, für die sie auch maßgeschneiderte politische Maßnahmen der EU fordert. Ihr Hauptziel besteht darin sicherzustellen, dass der einzigartigen geografischen Lage in den zentralen europäischen Politikbereichen – wie Verkehr, Investitionen, Klimaresilienz, Kreislaufwirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltiger Tourismus und Wasserresilienz – durchgängig Rechnung getragen wird.
In Bezug auf die europäischen Inselregionen stehen strategische Entscheidungen an: die Halbzeitüberprüfung der Kohäsionspolitik, die von der Kommission geplante Überarbeitung der Strategie für die Regionen in äußerster Randlage, die angekündigte Erarbeitung einer eigenen Strategie für Inseln und Inselregionen sowie die kommenden Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) und die Kohäsionspolitik nach 2027. Deshalb ist es heute wichtiger als je zuvor, sich für die Interessen der Inseln und Inselgebiete einzusetzen und sicherzustellen, dass diese in allen Politikbereichen der EU berücksichtigt werden.
Auftrag
Aufgaben der interregionalen Gruppe:
- Stärkung der subnationalen Dimension durch die Gewährleistung gleicher Entwicklungschancen für Inseln und Inselgebiete;
- durchgehende Berücksichtigung der Probleme im Zusammenhang mit der Insellage in der europäischen Verkehrspolitik, um Anbindung und Mobilität zu verbessern;
- Bereitstellung einer maßgeschneiderten Investitionspolitik für Europa, die spezifische Instrumente und Maßnahmen für die Inselregierungen umfasst;
- Vorschläge zur Änderung der bestehenden Vorschriften für Regionalbeihilfen zur besseren Berücksichtigung der Gegebenheiten in den Inselgebieten der EU;
- Ausgleich der besonderen Klimarisiken, denen Inseln ausgesetzt sind, durch gezielte Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Förderung der Klimaresilienz;
- Unterstützung des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft durch Förderung einer nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung auf allen Inseln;
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Unternehmertums auf Inseln durch bessere Unterstützung und gezielte Anreize;
- Stärkung der europäischen Instrumente für die territoriale Analyse durch die Schaffung statistischer Kategorien für Inseln und Inselgebiete;
- Einrichtung spezieller Gremien, die innerhalb der politischen Strukturen der EU für Fragen im Zusammenhang mit Inseln und Inselgebieten zuständig sind, um zu gewährleisten, dass das Thema dauerhaft im Fokus bleibt.