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Regionen und Städte fordern entschlossenere Unterstützung für die Kultur- und Kreativbranche um dramatische finanzielle Einbußen zu bewältigen
Regionen und Städte fordern entschlossenere Unterstützung für die Kultur- und Kreativbranche um dramatische finanzielle Einbußen zu bewältigen
Press release04.02.2021 | Culture;Employment;Social economy;Social protection;
Europas Regionen und Städte fordern eine koordinierte Unterstützung der EU und der Mitgliedstaaten für einen Neustart der Kultur- und Kreativbranche. Diese wurde von der COVID-19-Krise und den nationalen Lockdown-Maßnahmen besonders hart getroffen. In einer Debatte mit Mariya Gabriel , der für Kulturfragen zuständigen EU-Kommissarin, hoben die Mitglieder des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) den wichtigen Beitrag von Kultur und Kulturerbe zur lokalen und regionalen Entwicklung und zu den europäischen Werten und Identitäten hervor. Kunst und Kultur sollten auch in der Debatte über die Zukunft der EU eine wichtigere Rolle spielen, so die AdR-Mitglieder. Thomas Gottfried Schmidt (DE/EVP), Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung, sagte: "Der Lockdown hat auch die Kultur- und Kreativwirtschaft schwer getroffen. Bei uns in Sachsen füllt diese Branche keineswegs nur eine Nische: Mehr als drei Milliarden Umsatz, fast 10.000 Unternehmen. 70.000 Sachsen verdienen hier ihr Geld – diese Zahlen zeigen deutlich, welche große wirtschaftliche Bedeutung diese Branche hat. Und wir brauchen sie! Mit ihrem Wirken schaffen Unternehmer von der IT-Branche bis hin zum Kunsthandwerk Werte, bereichern Künstler unser Leben, sie prägen unsere regionale Identität, bauen kulturelle Brücken zu unseren Nachbarn und gestalten die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im Freistaat Sachsen mit. Darum braucht die Branche jetzt Hilfe für einen Neustart, damit sie ihre schöpferische Arbeit nach der Pandemie fortsetzen kann. Dafür müssen wir uns auch auf Ebene der EU einsetzen." Gerry Woop (DE/SPE), Berliner Staatssekretär für Europa, sagte: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist sowohl ein gesellschaftlich wichtiger Bereich als auch mit einem Umsatzanteil von über 16% der stadtweiten Gesamtwirtschaft ein wichtiger sozialer und Wirtschaftsfaktor Berlins, der 215.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie einen hohen Anteil an freien und geringfügig Beschäftigten umfasst. Je länger die Corona-Pandemie die Kreativwirtschaft und die Kultur belastet, desto wichtiger werden finanzielle Förderungen – auch auf EU-Ebene – für deren Erholung. Insbesondere der kulturelle Bereich mit seiner Bedeutung für Reflexion und Dialog in der Gesellschaft muss nach der Pandemie noch existent sein.“ 
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