AdR-Berichterstatterin Ulrike Hiller: EU-Bildungsprogramm Erasmus öffnen und stärken  

​Die Fachkommission SEDEC des Europäischen Ausschuss der Regionen berät über das künftige EU-Bildungsprogramm "Erasmus" (2021-2027). Ulrike Hiller, Mitglied des Senats der Freien Hansestadt Bremen, legt ihren Entwurf einer Stellungnahme aus regionaler und lokaler Sicht vor.

Das erfolgreiche Programm "Erasmus+" der Europäischen Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport soll auch nach 2020 weiterlaufen. Über den Vorschlag der Europäischen Kommission für ein Nachfolgeprogramm "Erasmus" hat die Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung Beschäftigung, Forschung und Kultur (SEDEC) des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), am Donnerstag (18.10.2018) erstmals beraten. Staatsrätin Ulrike Hiller, Vorsitzende der Deutschen Delegation im AdR und Berichterstatterin zum Thema, legte dazu den Entwurf einer Stellungnahme aus lokaler und regionaler Sicht vor.

Der Vorschlag der Kommission sieht vor, die Programmmittel über alle Bildungsbereiche hinweg – Hochschulbildung, allgemeine, berufliche und Erwachsenenbildung sowie informelle Bildung – zu verdoppeln und neue, flexiblere Formate einzuführen. Auf diese Weise sollen die Zahlen der Teilnehmenden verdreifacht und zudem verstärkt benachteiligte junge Menschen erreicht werden.

Ulrike Hiller: "Das Programm ist ein großer Erfolg und muss gestärkt werden. Europa ist für alle da; daher wollen wir künftig auch junge Menschen ins Boot holen, die bisher nicht oder nur wenig von den Förderangeboten profitiert haben, wie z.B. Auszubildende. Aber es wird vor Ort nur viele Initiativen geben, wenn auch die Antrags- und Verwaltungsverfahren einfacher werden."

Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit hatte im August und September zwei Anhörungen in Bremen und Brüssel durchgeführt. Die Ergebnisse aus den Beratungen mit den Akteuren vor Ort sind in den nun vorliegenden Textentwurf eingeflossen. Die Stellungnahme soll auf der Plenartagung des AdR am 5./6. Dezember 2018 in Brüssel verabschiedet werden.

Quelle: Senatskanzlei / Freie Hansestadt Bremen