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Die Forststrategie der EU sollte nachhaltiges Wachstum und biologische Vielfalt fördern  

Die Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT) des Europäischen Ausschusses der Regionen hat in ihrer Sitzung am Freitag, den 9. März 2018, den von Ossi Martikainen, Mitglied des Stadtrates von Lapinlahti, erarbeiteten Entwurf einer Stellungnahme zur Halbzeitüberprüfung der EU-Forststrategie angenommen. Darin wird als Ziel eine sozial und ökologisch nachhaltige Forstpolitik beschrieben, die das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung fördert und die Vielfalt des Ökosystems Wald schützt.

In der Europäischen Union liegt die Zuständigkeit für die Forstpolitik bei den Mitgliedstaaten, doch haben auch die Beschlüsse unter anderem in der gemeinsamen Agrarpolitik sowie der Handels-, Energie- und Klimaschutzpolitik Auswirkungen auf forstrelevante Fragen. Daher ist es wichtig, diese Politikbereiche auf EU-Ebene zu koordinieren. Die derzeitige Forststrategie der EU ging im Frühjahr 2015 an den Start, und die Europäische Kommission wird im September die Halbzeitbewertung der Strategie vorlegen. Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) liefert dazu seinen Beitrag durch die von Ossi Martikainen erarbeitete Stellungnahme.

Im Stellungnahmeentwurf des AdR wird daran erinnert, dass die Wälder nach Ansicht der Gemeinden und der verschiedenen regionalen Gebietskörperschaften ein wichtiges Element für eine wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung sind. Der Forstsektor beschäftigt, rechnet man die Waldbioenergie hinzu, vier Millionen Menschen und generiert 7 % des Wirtschaftswachstums in der EU. Diese Arbeitsplätze sind für dünn besiedelte und ländliche Gebiete unersetzlich, stärken aber auch das Wirtschaftswachstum in den Städten.

„Die Städte und Regionen können die wirtschaftliche Nutzung der örtlichen Holzressourcen und den Übergang zu einer Biowirtschaft erheblich fördern. Nützliche Instrumente zur Stärkung der Wirtschaft und Beschäftigung sind zum Beispiel die Wahl von Baustoffen, die Energieerzeugung für den lokalen Bedarf und der verstärkte Einsatz von Bio-Kraftstoffen im öffentlichen Verkehr“, hob Martikainen hervor.

Nach Ansicht der Fachkommission NAT sollte die Überprüfung der Forststrategie im Einklang mit der Überarbeitung der Bioökonomie-Strategie erfolgen. „Auch in der gemeinsamen Agrarpolitik müssen Instrumente zur Unterstützung des Forstsektors in ländlichen Gebieten vorgesehen werden, z. B. in den Bereichen Vermeidung der Entwaldung, Wiederaufforstung und Pflege der Wälder sowie Förderung von Unternehmertum und Fortbildung in diesem Sektor“, betonte der Fachkommissionsvorsitzende Martikainen.

In der Stellungnahme wird die Kommission aufgefordert, in der Halbzeitbewertung der Forststrategie insbesondere die mehrdimensionale Bedeutung der Wälder für die Klimaschutzpolitik, die Umsetzung der Ziele des Übereinkommens von Paris und die Verwirklichung der UN-Nachhaltigkeitsziele zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollte durch die Handels- und Entwicklungspolitik der EU die ökologisch und sozial nachhaltige Nutzung der Wälder in den Entwicklungsländern gefördert werden.

„Dank erfolgreicher und langfristiger Anstrengungen sind bis zu 90 % der europäischen Wälder natürliche oder nahezu natürliche Wälder mit einem großen Artenspektrum. Investitionen in eine nachhaltige Forstwirtschaft werden auch in der Zukunft nachhaltigere und gesundere Wälder garantieren“, erläuterte Martikainen.

Die von Ossi Martikainen erarbeitete Stellungnahme soll auf der Plenartagung am 16./17. Mai 2018 verabschiedet werden.

Ansprechpartner:

Lauri Ouvinen

Tel.: +32 2 282 20 63

lauri.ouvinen@cor.europa.eu

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