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Sechs europäische Regionen für nachhaltige Entrepreneurship-Visionen ausgezeichnet  

Castelo Branco (Portugal), Gabrowo (Bulgarien), Helsinki-Uusimaa (Finnland), Madrid (Spanien), Provence-Alpes-Côte d’Azur (Frankreich) sowie Schlesien (Polen) sind „Europäische Unternehmerregionen 2021–2022 (EER)“.

Die Auszeichnung „Europäische Unternehmerregion 2021–2022 (EER)“ geht an die Gemeinden Castelo Branco (Portugal) und Gabrowo (Bulgarien), die Regionen Helsinki-Uusimaa (Finnland), Madrid (Spanien) und Provence-Alpes-Côte d’Azur (Frankreich) sowie die Woiwodschaft Schlesien (Polen). Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) vergibt dieses Gütesiegel an Regionen, die durch besondere unternehmenspolitische Weitsicht und eine intelligente Wachstumsstrategie hervorstechen – und dabei auch umfassendere gesellschaftliche Herausforderungen angehen. Das Motto für den EER - Preis 2021-2022 lautet „Unternehmertum für einen nachhaltigen Aufbau“.

Die hart von der Krise getroffenen Preisträger 2021-22 haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, diese Situation als Chance zu begreifen, um ihre wirtschaftliche Entwicklung neu auszurichten. Als leuchtende Vorbilder für einen nachhaltigen Aufbau in Europa werden sie vom AdR ausgezeichnet.

AdR-Präsident Apostolos Tzitzikostas gratulierte den ausgezeichneten Regionen und Gemeinden und ihren Politikerinnen und Politikern anlässlich der Preisverleihung zu ihren mutigen und zukunftsorientierten unternehmenspolitischen Strategien: „Die COVID-19-Pandemie hat die KMU in allen EU-Mitgliedstaaten vor große Herausforderungen gestellt. Sie hat deutlich gemacht, dass Geschäftsmodelle überdacht, die Auswirkungen wirtschaftlicher Praktiken neu bewertet und die Resilienz lokaler Lieferketten überdacht werden müssen. Wir müssen unsere KMU – die Wachstumsmotoren und wichtigsten Arbeitgeber in unseren Regionen – weiterhin unterstützen.“

Der Vorsitzende der AdR-Fachkommission für Wirtschaftspolitik Michael Murphy (IE/EVP) betonte, dass „ Regionen und Kommunen, in denen die Menschen Unternehmergeist besitzen, bessere Chancen haben, die Krise zu überwinden und sich in einer Welt im rapiden Wandel zu behaupten. Ich lade die frisch gekürten Europäischen Unternehmerregionen ein, den Unternehmergeist vor Ort in ihrer Region bzw. Gemeinde zu unterstützen und sich mit aller Kraft um die Schaffung eines wirtschaftlichen und sozialen Umfelds zu bemühen, das der unternehmerischen Tätigkeit förderlich ist.

Die Auszeichnung „Europäische Unternehmerregion“ wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem AdR, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament verliehen. Daher nahmen auch der stellvertretende Direktor der GD GROW Hubert Gambs und MdEP Eva Maydell an der Preisverleihung teil und beglückwünschten die ausgezeichneten Regionen. „ In der Coronavirus-Pandemie haben viele europäische Regionen ihre Reaktionsfähigkeit, ihre Resilienz und ihren Unternehmergeist unter Beweis gestellt “, so Eva Maydell . „ Ich bin sicher, dass unsere Unternehmerregionen die wirtschaftliche Erholung Europas entscheidend vorantreiben werden. Wir müssen sie dabei in den kommenden Monaten und Jahren mit Investitionen und Ressourcen unterstützen. Wir dürfen frühere Fehler nicht wiederholen – das Geld, das wir jetzt ausgeben, muss in Regionen fließen, die bereit sind, sich im Einklang mit den sozialen und ökologischen Zielen unserer Gesellschaften ganz neu aufzustellen“.

Die EER-Preisträger 2021/2022 sind:

Region Madrid (Spanien)

Im Mittelpunkt des in eine langfristige Entwicklungsstrategie auf mehreren Ebenen eingebetteten Aufbauplans der Region Madrid stehen in erster Linie kollaborative Elemente, die Brücken zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor schlagen sollen. Durch die Einrichtung eines Rates für unternehmerische Initiative sollen eine Vielzahl von Unternehmern, Kleinstunternehmen und KMU zusammengebracht sowie Synergien und Netzwerkeffekte geschaffen werden. Die Strategie ist eng an die EU-Leitlinien für die KMU-Politik angelehnt und mit erheblichen Ressourcen ausgestattet. Zudem wird darin insbesondere den Interessen von Unternehmerinnen Rechnung getragen.

Isabel Diaz Ayuso , Präsidentin der Region Madrid, erklärte: „ Der beste Weg aus der Wirtschafts- und Sozialkrise, die Madrid, Spanien und ganz Europa bedroht, besteht unser Ansicht nach darin, den Unternehmern mit ihrer Innovativ - und Kreativkraft die Führung beim Aufbau zu überlassen. Aus diesem Grund müssen ihnen heute mehr denn je beistehen. Wir wollen der Wirtschaftsmotor eines Landes sein, das den wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Aufschwung auf europäischer Ebene vorantreibt, so wie es uns bereits in der Krise der 2000er Jahre gelungen ist.“

Provence-Alpes-Côte d’Azur, Frankreich

Die KMU-Strategie der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur ist Teil eines umfassenderen Regionalentwicklungsplans, der darauf abzielt, die „unternehmerische DNA“ der Region mit Hilfe eines Modells für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufbau zu stärken. Die Region hat erheblich unter dem aktuellen Rückgang im Tourismus zu leiden und geht davon aus, dass sie stark vom Klimawandel betroffen sein wird. Angesichts dieser Schwierigkeiten versuchen die regionalen Behörden, die lokalen Wirtschaftszyklen gänzlich neu zu gestalten, und setzen dabei insbesondere auf das schon vorhandene dynamische Ökosystem aus Start-ups und High-Tech-KMU. Aufgrund der starken regionalen Integration und insbesondere dank ihrer wirtschaftlichen Beziehungen zum Mittelmeerraum kann die Region künftig durch einen erfolgreichen ökologischen Wandel ihrer Wirtschaft Multiplikatoreneffekte in angrenzenden Regionen auslösen.

Renaud MUSELIER , Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und Vorsitzender des Verbands der französischen Regionen, sagte, die Verleihung dieser Auszeichnung sei eine große Ehre: „Dass wir als einzige französische Region einer der nur sechs Preisträger aus ganz Europa sind, zeigt, wie innovativ, dynamisch und unternehmensfreundlich die Region ist. Seit März 2020 haben wir alles daran gesetzt, um gemeinsam mit unseren Wirtschaftspartnern an der Bewältigung dieser historischen Krise zu arbeiten. Die Auszeichnung als EER ist der Lohn für unsere mit den EU-Organen und insbesondere mit der Europäischen Kommission abgestimmten Anstrengungen – diese hat den Regionen völlig zurecht die Zuständigkeit zur Umsetzung des EU-Aufbauplans übertragen.“

Woiwodschaft Schlesien, Polen

Schlesien ist seit dem 19. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum für Bergbau und Metallverarbeitung, dessen Wirtschaft seit jeher von der Schwerindustrie geprägt ist. Durch Strukturreformen und eine intelligente Nutzung von EU-Mitteln wurde eine tiefgreifende Modernisierung der verschiedenen Wirtschaftszweige eingeleitet und die Entwicklung einer wissensbasierten Wirtschaft gefördert, die sich auf enge Verflechtungen zwischen Hochschulen, Forschungs- und Entwicklungszentren sowie lokalen Unternehmen stützt. Die COVID-19-Pandemie hat die Transformation der schlesischen Wirtschaft beschleunigt und der Regionalregierung die Umsetzung eines groß angelegten Modernisierungsprogramms für die Industrie ermöglicht. Es handelt sich um die Strategie „Grünes Schlesien“, in die auch die relevanten Interessenträger, KMU und Akteure der Zivilgesellschaft eingebunden sind, um gemeinsam den Übergang zu einer grünen Wirtschaft zu gestalten.

Der Marschall der Woiwodschaft Schlesien Jakub Chełstowski , der auch Mitglied des AdR ist, betonte, dass seine Region die Verleihung der Auszeichnung als große Ehre empfinde: „ Vor allem verstehen wir sie jedoch als Verpflichtung, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um das Unternehmertum in Schlesien zu unterstützen und zu fördern. Die Auszeichnung als Europäische Unternehmerregion 2021–2022 begreifen wir als Chance, die unsere Region auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene umfassend nutzen wird.“

Gemeinde Gabrowo, Bulgarien

Mit ihrer rasch wachsenden produzierenden und verarbeitenden Industrie entwickelte sich die Gemeinde Gabrowo zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Bulgariens. Strategisches Ziel ist es, das Wirtschaftsmodell auf mehr Resilienz und ökologische Nachhaltigkeit auszurichten. Dazu sollen Investitionen in Wirtschaftstätigkeiten mit höherem Mehrwert getätigt werden. Im Rahmen ihrer Strategie für intelligente Spezialisierung will die Gemeinde Gabrowo neue Branchen wie die Informationstechnologie und den Dienstleistungssektor erfolgreich entwickeln. Bei der Bewältigung der mit diesem Wandel einhergehenden Herausforderungen kann die Gemeinde auf ihre umfangreiche Erfahrung beim Ausbau der Bildungsinfrastruktur im Bereich Ingenieurwesen aufbauen.

Tanya Hristova , Bürgermeisterin des bulgarischen Gabrowo, hob hervor, dass ihre Gemeinde eine grüne, intelligente und innovative Stadt werden soll: „Dazu wollen wir auf die vielen Erfolge, die wir bereits in den Bereichen Unternehmertum, Wirtschaft, Forschung und Bildung erzielt haben, aufbauen und die neuen Chancen für einen grünen, digitalen und inklusiven Wandel nutzen “.

Region Helsinki-Uusimaa, Finnland

Die Region Helsinki-Uusimaa kann auf besonders viel Erfahrung im Bereich der unternehmerischen Bildung zurückblicken. Bereits 2012 wurde sie für ihre umfangreiche Förderung junger Unternehmerinnen und Unternehmer als Europäische Unternehmerregion ausgezeichnet. Fast zehn Jahre später hat sich die Region zum Ziel gesetzt, ideale Rahmenbedingungen für die neue Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern zu schaffen, für die Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen ist, und deren Fähigkeiten in einem weiteren Schritt in den Dienst eines tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Wandels zu stellen. Die Region, die über eine starke Forschungs- und Bildungsinfrastruktur verfügt, plant ein ganzes Bündel gut aufeinander abgestimmter Maßnahmen, um die Entwicklung der Kreislauf- und der kollaborativen Wirtschaft zu beschleunigen und die Modelle für gemeinschaftlichen Konsum auch wirtschaftlich tragfähig zu machen.

Markku Markkula , Präsident der Region Helsinki-Uusimaa und Leiter der finnischen Delegation im AdR, wies darauf hin, dass „Helsinki-Uusimaa 2012 als eine der ersten Regionen mit dem EER-Label ausgezeichnet wurde. Damals haben wir mehr als 100 Veranstaltungen zur Förderung des Unternehmertums, insbesondere von jungen Menschen, organisiert. Aufgrund der Auswirkungen der Pandemie und des Klimanotstands stehen wir nun vor anderen Herausforderungen. Die diesjährige Auszeichnung ist für die Region Helsinki vor allem Ansporn, diese neuen Herausforderungen anzugehen und zur Gestaltung einer integrierten grünen, digitalen und unternehmerischen Zukunft sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene zusammenzuarbeiten.“

Gemeinde Castelo Branco, Portugal

Mit ihrem dynamischen Agrar- und Lebensmittelsektor und ihrem starken politischen Engagement für einen ökologischen Wandel verfügt die Gemeinde Castelo Branco über erhebliches Potenzial für einen nachhaltigen Aufschwung nach der Pandemie. Um die Effizienz unternehmerischer Ansätze zur Bewältigung verschiedener lokaler Herausforderungen zu nutzen, setzt sich die Region intensiv für die Förderung einer Unternehmenskultur ein. In der öffentlichen Verwaltung und in Bildungseinrichtungen wurde eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen ergriffen. Darüber hinaus ist die Entwicklungsstrategie von Castelo Branco sehr gut in die umfassendere regionale Innovationsstrategie der Region Zentralportugal eingebettet.

Bürgermeister José Augusto Alves wies darauf hin, dass der Stadtrat von Castelo Branco in den letzten Jahren seine Strategie auf das Unternehmertum ausgerichtet hat: „Nun verfügen wir über ein echtes unternehmerisches Ökosystem, das sich auf sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene sehen lassen kann. Unsere Strategie stützt sich auf eine Reihe von Infrastrukturen, deren Dynamik es ermöglicht, das Jungunternehmertum zu stimulieren und so zu steuern, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigt. Die Auszeichnung als Europäische Unternehmerregion erfüllt uns nicht nur mit Stolz, sondern wir sehen darin auch eine Anerkennung unserer Strategie und der in diesem Bereich geleisteten Arbeit. Unsere Gemeinde, die täglich mit der Entwicklung unserer Unternehmen befasste Arbeitsgruppe sowie die Bürgerinnen und Bürger von Castelo Branco sind sehr stolz auf diese Anerkennung.“

Video der ausgezeichneten EER-Regionen und -Gemeinden . Zusätzliches Videomaterial steht auf Anfrage zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an den Dienst Audiovisuelles: audiovisualCoR@cor.europa.eu .

Sonderpreis der Jury EER 2021-2022:

Gespanschaft Vukovar-Syrmien, Kroatien

Zum ersten Mal seit Einführung der Auszeichnung im Jahr 2011 beschloss die Jury, auch einen Sonderpreis zu vergeben, der an die kroatische Gespanschaft Vukovar-Syrmien ging. Ziel ist es, die Region darin zu bestärken, ihre Bemühungen fortzusetzen und sich nächstes Mal erneut zu bewerben. Die Gespanschaft Vukovar-Syrmien hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um ihre Innovationskapazitäten zu steigern und dazu die wirtschaftlichen Ziele der Region auf ihre Forschungs- und Entwicklungsstrategie abgestimmt.

Hintergrund:

Im Rahmen des Projekts Europäische Unternehmerregion (EER) werden alljährlich Regionen und Gemeinden der EU ermittelt und ausgezeichnet, die eine herausragende und innovative Strategie zur Unternehmensförderung verfolgen, wobei Größe, Wirtschaftskraft und Zuständigkeiten keine Rolle spielen. Den Regionen bzw. Gemeinden mit dem überzeugendsten, weitsichtigsten und vielversprechendsten Plan wird für das folgende Jahr die Auszeichnung „Europäische Unternehmerregion“ verliehen.

Die EER-Auszeichnung wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und wird von europäischen Interessenträgern wie SMEunited , Eurochambres , Social Economy Europe und EURADA unterstützt.

Die EER-Jury, die aus AdR-Mitgliedern sowie Vertretern der EU-Institutionen, Sozialpartner und Verbände der Gebietskörperschaften besteht, wird die Umsetzung der prämierten regionalen Strategien in den Jahren 2021–2022 überwachen, um den Preisträgern eine objektive externe Bewertung ihrer politischen Maßnahmen und der Fortschritte in diesem Jahr an die Hand zu geben.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie wird die Auszeichnung diesmal für zwei Jahre (2021-2022) verliehen. Angesichts der derzeitigen Gesundheits- und Wirtschaftskrise beschloss die EER-Jury, die Aufforderung zur Einreichung von Konzepten für die Jahre 2020 und 2021 zusammenzufassen, um den Regionen die Möglichkeit zu geben, ihre regionalen Entwicklungsstrategien neu aufzustellen und sie an den veränderten Kontext anzupassen.

Die Liste der Europäischen Unternehmerregionen seit 2011 ist hier abrufbar.

Ansprechpartner:

Maximilian v. Klenze

Tel.: +32 2 282 2044

Maximilian.vonKlenze@ext.cor.europa.eu

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