Klicken Sie hier, um eine Maschinenübersetzung dieses Textes zu erhalten.
Förderung des Unternehmertums für wirtschaftlich prosperierende Inseln  

Die Förderung des Unternehmertums und Maßnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen, denen Unternehmer auf Inseln gegenüberstehen, waren Gegenstand eines Seminars, das die Fachkommission für Wirtschaftspolitik (ECON) des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) am 21. April in Malta organisiert hat. Politiker verschiedener Regierungsebenen, Unternehmer sowie Vertreter von Wirtschaftsverbänden und EU-Institutionen diskutierten über Empfehlungen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene.

 

Inselgebiete müssen eine Reihe besonderer wirtschaftlicher Herausforderungen bewältigen, die sich aus ihrer geografischen Lage ergeben. Geringe Bevölkerungsdichte, hohe Transportkosten, geringe Größe, fragmentierte Märkte, die von wenigen Branchen und Nischen abhängig sind, sowie das Vorherrschen kleiner Firmen führen dazu, dass die Wirtschaft auf Inseln in noch stärkerem Maße als in anderen Regionen von unternehmerischen Initiativen abhängig ist.

 

„Städte und Regionen sind Katalysatoren und bestimmende Faktoren für Unternehmertum und Start-ups – es geht um die gemeinsame Schaffung einer europäischen Mentalität für neue Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum. Wir als Politiker müssen günstige Rahmenbedingungen für Unternehmer und Start-ups schaffen, mit Strategien, die auf die Verhältnisse vor Ort zugeschnitten sind und die auf die jeweiligen Wettbewerbsvorteile setzen und so eine effizientere Nutzung der natürlichen, kulturellen und geostrategischen Vorteile ermöglichen “, erklärte AdR-Präsident Markku Markkula .

 

" Um mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung anderer Regionen auf dem europäischen Festland Schritt zu halten, wenden Inseln unterschiedliche Konzepte an. Eine Universallösung für alle wäre kontraproduktiv, denn das Potenzial der Inseln lässt sich besser durch Maßnahmen nutzen, mit denen die mit der Insellage verbundenen Beschränkungen beseitigt werden, etwa bessere Handelsverbindungen, eine bessere digitale Anbindung sowie Hilfe bei der Förderung der Unternehmertätigkeit und der wirtschaftlichen Entwicklung “, betonte Christian Cardona , maltesischer Minister für Wirtschaft, Investitionen und Kleinunternehmen.

 

Auf den 362 dünn besiedelten Inseln der EU leben etwa 17,7 Millionen Menschen. Ihr BIP beträgt weniger als 80 % des EU-Durchschnitts. Allerdings können die meisten Herausforderungen für KMU und unternehmerische Betätigung durch angemessene öffentliche Fördermaßnahmen bewältigt werden. Die Kohäsionspolitik ist von wesentlicher Bedeutung, unterstrich Marie-Antoinette Maupertuis, Mitglied der korsischen Regionalbehörde und Berichterstatterin des Stellungnahmeentwurfs zum Thema „Unternehmertum auf Inseln“.

 

" Unternehmer auf Inseln und Inselbewohner allgemein haben mit strukturellen Problemen zu kämpfen, die mit zusätzlichen Kosten einhergehen, die die Wachstums- und Entwicklungsaussichten auf den Inseln sowie deren reibungslose Integration in den Binnenmarkt erheblich beeinträchtigen. Wir fordern, dass den Inseln in der Kohäsionspolitik nach 2020 besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird, um die wirtschaftlichen Folgen der natürlichen Beschränkungen auszugleichen. Wir fordern zudem, dass die Bevölkerung der Inseln umfassend in den Binnenmarkt integriert wird, damit sie dieselben Chancen in Bezug auf Produktion, Innovation und Handel wie die Menschen auf dem Festland hat “, erklärte Frau Maupertuis.

 

Zudem forderte sie die EU-Organe und die Mitgliedstaaten auf, Anreize für Unternehmen auszuweiten, die Regeln für öffentliche Aufträge und staatliche Beihilfen (vor allem in der Energie- und Verkehrsbranche) zu lockern und die finanzielle, technische und politische Unterstützung besser zu koordinieren, um den Unternehmern zu helfen, die auf vielen Inseln dominierende wirtschaftliche Monokultur zu diversifizieren und die Wirtschaft des Teilens, die Kreislaufwirtschaft und die wissensbasierte Wirtschaft zu fördern.

 

Der Stellungnahmeentwurf, bei dem auch die Ergebnisse des Seminars berücksichtigt werden, soll auf der AdR-Plenartagung am 11. Mai verabschiedet werden. Die AdR-Studie „Unternehmertum auf Inseln und in anderen Randgebieten“, die auf der Veranstaltung vorgestellt wurde, wird Ende Mai über das Internetportal des AdR abrufbar sein.

 

 

Ansprechpartnerin:
Carmen Schmidle
Tel. +32 (0)2 282 2366
Carmen.schmidle@cor.europa.eu

 

Ihre personenbezogenen Daten werden gemäß Verordnung (EG) Nr. 45/2001 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Organe und Einrichtungen der Gemeinschaft verarbeitet. Sie können auf Verlangen die Einzelheiten Ihrer personenbezogenen Daten einsehen, unrichtige oder unvollständige personenbezogene Daten berichtigen oder die Löschung Ihrer Daten von der Mailingliste fordern.

 

Fragen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten können Sie an PresseCdr@cor.europa.eu richten. Sie können auch eine E-Mail an den AdR-Datenschutzbeauftragten schicken: data.protection@cor.europa.eu. Hinsichtlich der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten können Sie sich jederzeit an den Europäischen Datenschutzbeauftragten (EDSB) wenden: www.edps.europa.eu/EDPSWEB/.