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Der Europäische Ausschuss der Regionen und die Europäische Kommission treiben gemeinsam den Ausbau der europäischen Breitbandinfrastruktur voran  

In der zweiten Sitzung der Breitbandplattform 2021 haben Mitglieder des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), Sachverständige der Kommission und ein Vertreter des portugiesischen Ratsvorsitzes über die jüngsten Entwicklungen bedeutender europäischer Breitband-Initiativen und über wichtige Herausforderungen bei der empirischen Messung der Digitalisierungsfortschritte beraten. Hauptziel der Breitbandplattform ist es, die Einführung von Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetzen in allen europäischen Regionen zu beschleunigen, auch in ländlichen und dünn besiedelten Gebieten ohne ausreichende marktorientierte Infrastrukturentwicklung.

Michael Murphy , Vorsitzender der Plattform und der Fachkommission ECON im AdR sowie Mitglied des Grafschaftsrates von Tipperary, erklärte: „ Die Pandemie hat uns gelehrt, dass uns Technologie bei der Anpassung an schwierige Situationen helfen kann. Digitaltechnik ist mittlerweile eine unverzichtbare Voraussetzung für Arbeit, Lernen und Unterhaltung, soziale Kontakte und Einkaufen und für den Zugang zu Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung und Kultur.“

Anne Karjalainen , Mitglied der Breitbandplattform, Vorsitzende der Fachkommission SEDEC im AdR und Mitglied des Gemeinderates von Kerava, erklärte: „Die Überwindung der digitalen Kluft durch koordinierte und umfassende Strategien unter Einbeziehung aller Regierungs- und Verwaltungsebenen der Europäischen Union ist heutzutage eine absolute Notwendigkeit für eine nachhaltige Erholung nach der COVID-19-Krise. Dies setzt den Zugang zu erschwinglichen und stabilen Breitbandnetzen für alle voraus – unabhängig von der geografischen Lage und dem sozioökonomischen Hintergrund. Die Aufbau- und Resilienzfazilität unterstützt zwar den digitalen Wandel, aber wir müssen nun einen Gang höher schalten und auf einen echten digitalen Zusammenhalt und einen Abbau der Unterschiede in der Europäischen Union hinarbeiten. Die Breitbandplattform bietet dem Europäischen Ausschuss der Regionen ein wichtiges Forum für einen gehaltvollen Austausch darüber, wie ein wirklich kohäsives digitales Europa vor Ort aussehen soll.“

Gegenstand des ersten Themenblocks der zweiten diesjährigen Sitzung der Breitbandplattform war die Messung des digitalen Wandels auf lokaler Ebene. Der ESPON-Sachverständige für Statistik, Martin Gauk , erläuterte Studien und Konzeptpapiere zu unterschiedlichen Ansätzen für die Erhebung von Daten zur Erfassung des Digitalisierungsgrades von Städten und Regionen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untersuchten verschiedene Faktoren für die Unterscheidung zwischen digital kompetenten bzw. „intelligenten“ Regionen und jenen, die ein erhebliches Potenzial für weitere Digitalisierungsschritte aufweisen. Sie erörterten auch, wie sich die Digitalgrundsätze der Europäischen Kommission aus ihrer Mitteilung zur digitalen Dekade ergänzen ließen, um spezifischen regionalen Gegebenheiten besser gerecht zu werden.

Im zweiten Teil der Sitzung ging es um zwei aktuelle Schlüsselinitiativen der Europäischen Kommission: Die Instrumente zur Verbesserung der Konnektivität, die so genannte Connectivity Toolbox , wurde von der Co - Vorsitzenden der Sondergruppe Konnektivität, Rita Filipe Silva, als Vertreterin des portugiesischen Ratsvorsitzes vorgestellt. Die Überprüfung der Richtlinie zur Kostenreduzierung beim Breitbandausbau , von Miriam Mendioroz , GD Connect, Europäische Kommission, präsentiert. Dabei ging es sowohl um die Umsetzung bewährter Verfahren im Rahmen der Connectivity Toolbox, als auch um deren regionale Dimension sowie um mögliche Änderungen der Richtlinie zur Kostenreduzierung beim Breitbandausbau.

Hintergrund:

In einem vollständig digitalisierten Europa werden geografische Lage und physische Entfernung schrittweise an Bedeutung verlieren, da Menschen überall in der EU arbeiten, lernen und am öffentlichen und privaten Leben teilnehmen werden können. Heutzutage hängen der Zugang von Bürgern und Unternehmen zu digitalen Waren und Dienstleistungen sowie die Möglichkeiten, die sie zur Teilnahme an der Online-Welt haben, indes nach wie vor erheblich von der Anbindung ihres Arbeitsplatzes an die europäische Breitbandinfrastruktur und somit auch von ihrer geografischen Lage ab – was in Europa zu großen regionalen Unterschieden beim Grad der Digitalisierung führt. Die Konnektivität wird somit zum vorrangigen Ziel für jeglichen künftigen Infrastrukturausbau in ganz Europa.

Die Breitbandplattform tritt zweimal jährlich zusammen, um verschiedene Themen im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau zu erörtern. Ihr Ziel ist es, einen wirksamen wechselseitigen Kommunikationsfluss zwischen der GD Connect der Europäischen Kommission und dem Europäischen Ausschuss der Regionen zu schaffen: Sie bietet der Europäischen Kommission ein Forum, um die AdR-Mitglieder über wichtige EU-Initiativen im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel und der Konnektivität zu informieren. Und sie bietet den AdR-Mitgliedern die Möglichkeit, die politischen Entscheidungsträger der Kommission direkt über die die Lage und die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau auf lokaler und regionaler Ebene zu unterrichten. Die wichtigsten Themen betreffen: Strategien und Governance, Wahl der Technologie, Finanzierungsquellen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Messung und Überwachung des Digitalisierungsprozesses.

Ansprechpartner:

Maximilian v. Klenze

Tel.: +32 2 282 2044

Maximilian.vonKlenze@cor.europa.eu

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