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Dringender Bedarf an einer Agenda für den ländlichen Raum nach der COVID-Krise  

Die Bedürfnisse ländlicher Gebiete in der Zeit nach 2020 war das Thema einer Konferenz am 27. November in Brüssel. Die Konferenz wurde vom Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) und der interfraktionelle Arbeitsgruppe des Europäischen Parlaments für ländliche Gebiete, Bergregionen und entlegene Gebiete und intelligente Dörfer h mit Unterstützung der internationalen Vereinigung Ländlicher Raum-Umwelt-Entwicklung (R.E.D.) und Euromontana organisiert.

Zunächst erläuterte Dubravka Šuica , Vizepräsidentin der Europäischen Kommission mit Zuständigkeit für Demokratie und Demografie, das Konzept einer langfristigen Vision für ländliche Gebiete. Dann betonte Franc Bogovič , Mitglied des Europäischen Parlaments und einer der Vorsitzenden der interfraktionellen Arbeitsgruppe RUMRA und intelligente Dörfer im Europäischen Parlament: „ Kommissionsvizepräsidentin Šuica und ich sind überzeugt, dass die Wiederbelebung und Entwicklung des ländlichen Europas eine übergreifende Aufgabe ist, die mit einer koordinierten und intelligenten Strategie angegangen werden muss, die viele Aspekte gleichzeitig berücksichtigt. Landwirtschaft, Zusammenhalt, Konnektivität, umweltfreundliche Energie, Mobilität, Bildung, Dienstleistungen, digitale Plattformen und Gesundheitsversorgung sind in diesem Zusammenhang gleichermaßen wichtig und müssen in abgestimmter Weise entwickelt werden. Ich habe dafür den Ausdruck ‚intelligente Dörfer‘ geprägt .“

Juan Andrès Gutierrez , Vorsitzender von Euromontana, erklärte: „ Es ist an der Zeit, auf europäischer Ebene die Voraussetzungen für lebendige, attraktive und resiliente ländliche Gebiete und Bergregionen zu schaffen. Die Vision muss konkrete und ehrgeizige Maßnahmen umfassen, mit denen die Vitalität und Resilienz unserer Regionen sichergestellt wird, mit Menschen, die dort leben und arbeiten und auch dorthin reisen. Deshalb wollen wir das (innovative) Potenzial unserer Regionen freisetzen, das sich gegenwärtig an verschiedenen guten Beispielen zeigt, und lebendige ländliche und Berggebiete bewahren.

Gérard Peltre , Vorsitzender von R.E.D. und der Europäischen Bewegung für den ländlichen Raum, fügte hinzu: „ Der ländliche Raum umfasst die verschiedensten resilienten ländlichen Gebiete, in denen lokale Akteure zusammenarbeiten, um die Herausforderungen einer sich verändernden Welt gemeinsam zu bewältigen. R.E.D. fordert die Europäische Kommission deshalb auf, eine EU-Agenda für den ländlichen Raum mit ehrgeizigen und konkreten politischen Zielen aufzulegen, die die innovative Dynamik der ländlichen Gebiete stärkt, für eine intelligente interregionale Zusammenarbeit sorgt und die Bürgerinnen und Bürger motiviert, sich für lokale Entwicklungsstrategien zu engagieren .“

Ulrika Landergren (SE/Renew Europe) , Mitglied des Gemeinderates von Kungsbacka und Vorsitzende der Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT) des Europäischen Ausschusses der Regionen, betonte abschließend: „ Die aktuelle Pandemiekrise hat die Folgen einer Reihe bereits seit langem bestehender Probleme ländlicher Gebiete offengelegt und verschärft und die Wiederbelebung des ländlichen Raums in der gesamten Europäischen Union noch dringlicher gemacht. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass der ländliche Raum im nächsten Programmplanungszeitraum verstärkt berücksichtigt wird, indem mehr Mittel über den ELER bereitgestellt werden und indem sichergestellt wird, dass die gesamte EU-Politik der Entwicklung des ländlichen Raums umfassend Rechnung trägt und sich die Debatte nicht nur auf die Landwirtschaft konzentriert .“

Weitere Informationen:

Arbeitsdokument Eine EU-Strategie zur Wiederbelebung des ländlichen Raums

Arbeitsdokument Erfahrungen und Erkenntnisse der Regionen und Städte während der COVID-19-Krise

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 3. Oktober 2018 zur Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von ländlichen Gebieten, Bergregionen und entlegenen Gebieten (2018/2720(RSP))

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