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Regionen und Städte fordern mehr Mittel für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa  

Der AdR verweist vor dem Hintergrund der COVID-19-Krise darauf, wie wichtig die Stärkung der Jugendgarantie ist.

Die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften fordern die EU-Organe und die Institutionen der Mitgliedstaaten auf, das Recht junger Europäerinnen und Europäer auf Arbeit, eine gerechte Entlohnung und den Zugang zum Sozialschutz im Rahmen des Wiederaufbaus zu schützen. Durch die Pandemie ist die Jugendarbeitslosigkeit in der gesamten Europäischen Union erheblich gestiegen. Die Regionen und Städte fordern deshalb, dass die nationalen Aufbaupläne auch Beschäftigungsmaßnahmen für junge Menschen vorsehen. So lauten die wichtigsten Botschaften der Stellungnahme von Berichterstatterin Romy Karier (LU/EVP), die auf der Plenartagung des Europäischen Ausschusses der Regionen erörtert wurde.

Der Europäische Ausschusses der Regionen erörterte auf seiner Plenartagung die Stellungnahme von Romy Karier (LU/EVP), Mitglied des Gemeinderates der Gemeinde Clervaux, zur Stärkung der Jugendgarantie , der EU-Initiative zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei jungen Bürgerinnen und Bürgern unter 30 Jahren. Die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften begrüßen die Stärkung dieses Instruments, das vor sieben Jahren eingerichtet wurde. Sie bedauern jedoch, dass die für die Jugendgarantie im Programmplanungszeitraum 2021–2027 bereitgestellten Mittel trotz der äußerst schwierigen Umstände infolge der COVID-19-Krise nicht erheblich aufgestockt wurden.

Die jüngsten Zahlen von Eurostat zeigen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in der EU im Dezember 2020 bei 17,8 % lag (3,138 Millionen unter 25-Jährige), im Vergleich zu 14,8 % im Dezember 2019, während der Anteil der jungen Menschen unter 30 Jahren, die weder arbeiten noch eine Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren ( NEET ) von 12,5 % im Jahr 2019 auf 13,5 % im dritten Quartal 2020 angestiegen ist, mit einem Höchststand von fast 15 % vor dem Sommer.

Berichterstatterin Romy Karier betonte: „Wenn die Politik den Regionen, Städten und Gemeinden zuhört, können sie einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit leisten. Wie alle Regierungs- und Verwaltungsebenen müssen wir unsere Anstrengungen verstärken und in dieser Krisenzeit Hand in Hand arbeiten. Vor diesem Hintergrund schlagen wir konkrete und entschlossene Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Jugendgarantie vor. Ohne belastbare Zusagen für eine stärkere Unterstützung unserer Jugend, entweder finanziell oder durch die Verbesserung unserer Strategien, werden die Folgen dramatisch und noch lange nach der aktuellen Krise zu spüren sein. Wenn wir aber alle an einem Strang ziehen, können wir verhindern, dass eine neue verlorene Generation heranwächst – davon bin ich überzeugt.“

Um die Jugendarbeitslosigkeit vor dem Hintergrund der Pandemie wirksam bekämpfen zu können, fordern die Kommunal- und Regionalpolitiker eine Ergänzung der gestärkten Jugendgarantie durch die Verlängerung und Ausweitung von SURE . Dieses befristete, mit 100 Milliarden Euro ausgestattete Instrument soll den Mitgliedstaaten helfen, durch die COVID-19-Krise bedrohte Arbeitsplätze zu schützen. Darüber hinaus fordert der AdR die Aufnahme von Beschäftigungsmaßnahmen für junge Menschen in die nationalen Aufbau- und Resilienzpläne und rät von Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung junger Menschen ab, bei denen im Rahmen des Aufbaus nach der Krise die Rechte junger Menschen auf eine gerechte Entlohnung und den Zugang zum Sozialschutz untergraben werden.

Der AdR betont, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften für die wirksame Umsetzung der Jugendgarantie von entscheidender Bedeutung sind, da sie eine Brücke zwischen Bildungseinrichtungen und öffentlichen Arbeitsverwaltungen bauen können. Der Ausschuss hebt hervor, dass die Mobilität der Arbeitskräfte zwischen Mitgliedstaaten und Regionen angesichts der Bedeutung der Migration für die Arbeitsmarktchancen durch die Stärkung der Jugendgarantie gefördert werden sollte. Die Regionen und Städte bedauern deshalb, dass diese Bestimmung aus der ursprünglichen Jugendgarantie nicht in den neuen Vorschlag übernommen wurde.

Zudem bekräftigen die AdR-Mitglieder erneut, dass klare und genaue verbindliche Kriterien für die Qualität der Angebote der Jugendgarantie in Bezug auf Beschäftigung, allgemeine und berufliche Bildung und Lehrlingsausbildung festgelegt werden müssen. Ebenso wichtig ist es, den Verwaltungsaufwand für junge Arbeitsuchende zu verringern, weshalb die Registrierung über spezielle Online-Plattformen im Rahmen der Jugendgarantie zum Standardverfahren gemacht werden sollte.

Das endgültige Ergebnis der Abstimmung über die Stellungnahme wird am Ende der Plenartagung bekannt gegeben.

Hintergrund:

Die EU unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit und der Nichterwerbstätigkeit durch das Paket zur Förderung der Jugendbeschäftigung , das auf vier Schwerpunktbereiche ausgerichtet ist. Einer davon ist die 2013 ins Leben gerufene Jugendgarantie, mit der bereits 24 Millionen junge Menschen gefördert wurden. Auf Vorschlag der Europäischen Kommission hat der Rat im vergangenen Jahr eine Empfehlung zur Stärkung der Jugendgarantie angenommen.

Mit der Jugendgarantie verpflichten sich alle Mitgliedstaaten, dafür zu sorgen, dass allen jungen Menschen unter 30 Jahren binnen vier Monaten nach Verlust der Arbeit oder dem Verlassen der Schule eine hochwertige Arbeitsstelle bzw. weiterführende Ausbildung oder ein hochwertiger Praktikums- bzw. Ausbildungsplatz angeboten wird.

Ansprechpartner:

Matteo Miglietta

Tel.: +32 (0)470 895 382

matteo.miglietta@cor.europa.eu