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Renovierungswelle: AdR und Kommission starten Zusammenarbeit zur Beschleunigung der Gebäudesanierung  

Die Partnerschaft zwischen der europäischen, regionalen und lokalen Ebene ist von entscheidender Bedeutung, damit die Renovierungswelle, durch die 160 000 Arbeitsplätze geschaffen werden können, Fahrt aufnimmt.

Mit der heute eingeleiteten Zusammenarbeit zwischen dem Europäischen Ausschuss der Regionen und der Europäischen Kommission soll bei der Sanierung und Dekarbonisierung des Gebäudebestands in der EU Tempo gemacht werden. Die Renovierungswelle ist ein Schlüsselfaktor für eine robuste und nachhaltige Erholung nach COVID-19 denn sie trägt zu Energieeinsparungen, zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Schaffung von bis zu 160000 neuen Arbeitsplätzen bei. Ziel der Partnerschaft ist es, lokale und regionale Gebietskörperschaften bei der Erneuerung ihres Gebäudebestands zu unterstützen. Die COVID - 19-bedingte Gesundheitskrise hat die Notwendigkeit noch verstärkt, die Lebensbedingungen in unseren Gebäuden zu verbessern und die Energiearmut zu beseitigen.

75 % der Bestandsgebäude in der EU sind nicht energieeffizient, doch jährlich wird nur 1 % davon renoviert. Auf Gebäude entfallen derzeit 40 % des Energieverbrauchs und 36 % der Treibhausgasemissionen in der EU. Neben der Verringerung der verkehrsbedingten CO 2 -Emissionen und der Begrünung der Städte ist die Renovierung des Gebäudebestands der EU eine Schlüsselpriorität des Grünen Deals – der Wachstumsstrategie der EU zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050.

Bei der Eröffnung einer Plenardebatte zur Renovierungswelle mit EU-Energiekommissarin Kadri Simson erklärte der Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen, Apostolos Tzitzikostas : „Wenn wir unsere Gebäude energieeffizienter machen, können wir Geld sparen, Emissionen senken und die Energiearmut bekämpfen, von der 34 Millionen Menschen in Europa betroffen sind. Wir müssen dafür sorgen, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften über die beispiellosen Mittel aus dem EU-Haushalt und dem Aufbau- und Resilienzfonds informiert sind und darauf zugreifen können. Deshalb freue ich mich, die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und unserem Ausschuss zur Unterstützung der Renovierungswelle in unseren Städten und Regionen zu besiegeln .“

EU-Energiekommissarin Kadri Simson erklärte während der Debatte: „Wir haben heute die Chance, unsere Wirtschaft neu zu beleben und gleichzeitig die Bemühungen um saubere Energie noch weiter voranzutreiben. Die Kommission wird den Städten und Regionen weiterhin Unterstützung und technischen Hilfe in verschiedener Form zur Verfügung stellen, damit sie bei der Energie- und der Digitalisierungswende und der Umsetzung der Renovierungswelle mit allen Teilen der Gesellschaft zusammenarbeiten können. Ich freue mich, dass der Bürgermeisterkonvent im Hinblick auf die Klimaneutralität inklusiver, zugänglicher und ehrgeiziger wird.“

Juan Espadas (ES/SPE) , Bürgermeister von Sevilla und Vorsitzender der AdR-Fachkommission ENVE und der Arbeitsgruppe „Der Grüne Deal – Going Local“ unterstrich: „Die Renovierungswelle ist ein wichtiger Pfeiler der Erholung Europas, um unsere Städte und Regionen stärker wiederaufzubauen, unsere Kapazitäten zur Bekämpfung der Klimakrise auszubauen und gleichzeitig für die Gesundheit und Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. Im Rahmen dieser Strategie kann die Initiative ,Ein neues europäisches Bauhaus‘ dazu beitragen, der Stadterneuerung eine ‚Seele‘ zu geben und ein völlig neues Konzept für unsere Stadtviertel zu entwickeln. Wir müssen das kreative Potenzial in unseren Regionen und Städten nutzen und die Bürgerinnen und Bürger in den Wandel einbeziehen, um ihnen den Grünen Deal näher zu bringen und gemeinsam eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.“

Enrico Rossi (IT/SPE) , Mitglied des Gemeinderates von Signa (Florenz), ehemaliger Präsident der Region Toskana (2010-2020) und AdR-Berichterstatter für die Stellungnahme zur Renovierungswelle führte aus: „ Mit der Renovierungswelle bietet die EU unseren Städten und Regionen eine große Chance. Während der Fokus davor auf einzelnen Wohnungen und Gebäuden lag, betrachten wir nun endlich die Stadtviertel als Ganzes. Deshalb begrüßen wir den gebietsbezogenen Ansatz und die Tatsache, dass Energiegemeinschaften in den Mittelpunkt rücken. Die Renovierungswelle kann auch dazu beitragen, die Energiearmut zu beenden, weil sie Bürgerinnen und Bürger zu ,Prosumenten‘ machen kann, die nicht nur Energie verbrauchen, sondern auch selbst erzeugen können. Der Grüne Deal und seine Renovierungswelle können nur dann erfolgreich sein, wenn sie das Wohlergehen und die Lebensqualität der Menschen in ihren Wohnungen und ihrem Umfeld verbessern und dabei sicherstellen, dass niemand zurückgelassen wird.“

Im Anschluss an die Debatte haben die Mitglieder über die zahlreichen Vorschläge aus der AdR-Stellungnahme zur Renovierungswelle beraten. Der AdR fordert eine Überarbeitung der Regelungen für staatliche Beihilfen, flexiblere Haushaltsvorschriften zur Maximierung von Investitionen und Renovierungen sowie die Umsetzung von Zielen für Gebäuderenovierung und Integration erneuerbarer Energien auf subnationaler Ebene.

Überdies spricht sich der AdR für eine Stärkung und Dezentralisierung der ELENA-Fazilität der EIB durch die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle aus, um allen lokalen und regionalen Gebietskörperschaften und Unternehmen technische Unterstützung bieten zu können. In der Stellungnahme werden die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten nachdrücklich aufgefordert, die Renovierungswelle in die Aufbau- und Resilienzprogramme aufzunehmen und im Rahmen der europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) zu fördern.

Die endgültige Fassung der AdR-Stellungnahme zur Renovierungswelle ist seit Freitag, 19. März 2021, verfügbar.

Hintergrundinformationen:

Die Renovierungswelle kam am 14. Oktober 2020 mit der Mitteilung der Europäischen Kommission „Eine Renovierungswelle für Europa – umweltfreundlichere Gebäude, mehr Arbeitsplätze und bessere Lebensbedingungen“ ins Rollen. Sie ist ein Eckpfeiler des Fahrplans zur Umsetzung des europäischen Grünen Deals .

Durch die Renovierungswelle sollen Gebäuderenovierungen erleichtert werden. Die Gruppe der in Energieeffizienzmaßnahmen investierenden Finanzinstitutionen (Energy Efficiency Financial Institutions Group – EEFIG ) hat sechserlei Hemmnisse ermittelt: strukturelle Hindernisse, Informationsbarrieren, Marktversagen, mangelnde Sachkenntnis, ein Zusammenspiel von Faktoren, das die Bündelung von Projekten und/oder effizientere gebietsorientierte Ansätze erschwert, und regulatorische Hemmnisse. All diese Hindernisse betreffen die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften unmittelbar und beeinträchtigen ihre Möglichkeiten, verstärkt in energieeffiziente Projekte zu investieren.

Neben der Verringerung der verkehrsbedingten CO 2 -Emissionen und der Begrünung der Städte ist die Renovierung des Gebäudebestands der EU eine Priorität des Grünen Deals . Gebäuderenovierung kann nicht nur zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO 2 -Emissionen, sondern auch zur Förderung nachhaltigen Wachstums und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen. In der Bauwirtschaft werden pro Million investierter Euro die meisten Arbeitsplätze geschaffen ( IEA 2020 ).

Die Renovierung von Gebäuden ist eine der wichtigsten Prioritäten der Initiative des Europäischen Ausschusses der Regionen „Der Grüne Deal – Going local“ , die darauf abzielt, die Städte und Regionen in den Mittelpunkt des Übergangs der EU zur Klimaneutralität zu stellen. Die Initiative wurde am 15. Juni 2020 mit der Einsetzung einer eigenen Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die aus 13 Mitgliedern besteht. Die einschlägige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen. Entdecken Sie 200 bewährte Verfahren des Grünen Deals auf unserer Online-Landkarte .

Ansprechpartner:

David Crous

david.crous@cor.europa.eu

+32 0 470 88 10 37