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Weltraumpolitik ist auch Sache der Regionen  

Die Mitglieder des Europäischen Ausschusses der Regionen haben die Stellungnahme von Andres Jaadla (EE/ALDE) zum Thema 'Eine Weltraumstrategie für Europa‘ verabschiedet. Darin befürwortet der AdR die Vision der Europäischen Kommission in der im Oktober 2016 vorgelegten Mitteilung zur Weltraumstrategie. Allerdings meint er, dass noch mehr für die regionale Dimension dieser Strategie getan werden muss, um die Weltraumtechnologien den Bürgern näher zu bringen. Kommunikation, Überwachung, Grenz- und Sicherheitskontrollen sowie eine rasche Reaktion bei Naturkatastrophen und Unterstützung in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Verkehr sind ohne Weltraumtechnologien, -daten und -dienste nicht mehr denkbar.

Weltraumtechnologien, -daten und -dienste sind ein unabdingbarer Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. In der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglicht die Weltraumtechnologie einen Informationsaustausch in Echtzeit. In den digitalen Diensten ermöglicht sie kontinuierliche, hochauflösend arbeitende Überwachungssysteme. Satelliten verdanken wir schnellere Reaktionen auf Naturkatastrophen, und sie tragen zu einer besseren städtischen Verwaltung und zu einer besseren Steuerung des öffentlichen Verkehrs bei. Die raumfahrtbezogenen Fähigkeiten und Dienste spielen eine wichtige Rolle für die Verteidigung und Sicherheit in Europa sowie für die Umweltüberwachung, den Schutz der Artenvielfalt und die Bekämpfung des Klimawandels.

„Die Weltraumpolitik kann Beschäftigung, Wachstum und Investitionen in Europa fördern und gleichzeitig die Grenzen der Wissenschaft und Forschung erweitern“, sagte Berichterstatter Andres Jaadla, Mitglied des Stadtrates von Rakvere. „Wir müssen die regionale Dimension ausbauen und die Menschen stärker von den Vorteilen der Raumfahrt profitieren lassen. Wir müssen die Gesellschaft stärker von den möglichen Vorteilen der EU-Weltraumpolitik und -strategie überzeugen. Die Bürger sollten im Mittelpunkt der europäischen Weltraumpolitik stehen.“

Der Berichterstatter erklärte: „Lokale und regionale Gebietskörperschaften sind in der Lage und bereit, sich an der Umsetzung der europäischen Weltraumpolitik zu beteiligen. Zahlreiche Regionen haben sich bereits dem Netz der europäischen Regionen, die Raumfahrttechnologien nutzen (NEREUS), angeschlossen, was von der wachsenden Bedeutung der Raumfahrt für die Wirtschaft in den Regionen zeugt. Hier müsste stärker angesetzt werden – sie müssen zu integrativen Partnerschaften zwischen der Zivilgesellschaft, den Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und der Wissenschaft führen.“ Andres Jaadla rief dazu auf, die Weltraumstrategie stärker mit anderen EU-Politikbereichen zu verknüpfen und sie beispielsweise in die EU-Städteagenda, das Projekt „Intelligente Städte“ und die Klimapolitik zu integrieren.

Er fügte hinzu: „Bildung und öffentliches Bewusstsein in Verbindung mit besser ausgebildeten Spezialisten und mehr Ingenieuren und Wissenschaftlern sollte die Öffentlichkeit in Europa in die Lage versetzen, bei der Entwicklung der komplexen Systeme von morgen eine zentrale Rolle zu spielen, sowohl auf der Erde als auch mithilfe von Satelliten – beispielsweise durch Programme wie Galilei und Copernicus.“

Der Europäische Ausschuss der Regionen ist sehr daran interessiert, die Entwicklung und Umsetzung des Programms Copernicus zu unterstützen. Er schlägt vor, sich als ständiges Vollmitglied am Nutzerforum des Copernicus-Programms zu beteiligen. „Eine derartige unmittelbare Beteiligung würde das Forum durch die Perspektive der lokalen Akteure bei der Nutzung von Copernicus-Daten bereichern“, sagte Andres Jaadla.

„Der AdR kann ein wichtiger Partner sein und dazu beitragen, die Europäische Kommission mit den Mitgliedstaaten, der ESA sowie Wissenschaftlern, Kommunen und Nutzern zusammenzubringen, um neue Partnerschaften mit anderen EU-Politikbereichen aufzubauen“, so der Berichterstatter abschließend.

Hinweis für die Presse

26. Oktober 2016. Eine Weltraumstrategie für Europa . Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen

Ansprechpartner: David Crous | david.crous@cor.europa.eu | +32 (0) 470 88 10 37

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