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Regionen und Städte im Schulterschluss mit der UEFA für EU-Regionalinvestitionen im Sportbereich  
Photo gallery | Twitter: #CohesionAlliance

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) und die UEFA wollen mit vereinten Kräften die EU - Finanzierung im Sportbereich zugänglicher machen. Die beiden Institutionen hoben hervor, das EU - Regionalinvestitionen (EU-Kohäsionspolitik) bei der Förderung des regionalen Sportangebots vor Ort wichtig sind und zum territorialen Zusammenhalt in ganz Europa beitragen. Diese Botschaft geht aus der gemeinsamen Erklärung hervor, die AdR-Präsident Karl-Heinz Lambertz und der Erste Vizepräsident der UEFA, Karl-Erik Nilsson, heute auf einer hochrangigen Konferenz in Brüssel unterzeichneten.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter der EU-Institutionen, darunter Kommissionsmitglied Tibor Navracsics, und aller 55 nationalen Fußballverbände der UEFA teil. Herausgestellt wurde dabei insbesondere die Bedeutung von EU - Mitteln für den Sport im Zusammenhang mit der #CohesionAlliance , einer EU-weiten Allianz, die sich für die Fortführung der EU-Kohäsionspolitik als tragende Säule für die Zukunft der EU einsetzt.

Karl-Heinz Lambertz , Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen, erklärte: „Wir verfolgen dasselbe Ziel wie die UEFA: Den Zusammenhalt und die Solidarität in Europa zu stärken. Investitionen in den Sport kommen auch dem Gesundheitswesen, der sozialen Inklusion, dem Tourismus und der wirtschaftlichen Entwicklung zugute. Deshalb muss die EU auch weiterhin ausreichende kohäsionspolitische Mittel bereitstellen, damit alle Regionen und Städte eine gute Sportinfrastruktur anbieten können. Als Unterstützer der #CohesionAlliance wissen wir aus erster Hand, dass die EU-Strukturfonds tatsächlich etwas bewirken und zu mehr Gesundheit und einer besseren Lebensqualität in unseren Gemeinden beitragen.“

Karl-Erik Nilsson , Erster Vizepräsident der UEFA, der die #CohesionAlliance am 20. März dieses Jahres unterzeichnet hatte, betonte: „Die UEFA glaubt an die Bedeutung des Sports und leistet mit ihrem HatTrick - Unterstützungsprogramm jedes Jahr einen bedeutenden Beitrag. Im Rahmen dieses Programms werden Sporteinrichtungen und -aktivitäten in ganz Europa in erheblichem Maße gefördert. Die UEFA-Maßnahmen müssen jedoch mit entsprechenden EU-Mitteln unterstützt werden, vor allem im Breitensport. Investitionen in den Sport bedeuten Investitionen in die Zukunft Europas. Sportverbände, nationale Behörden und EU-Institutionen müssen zusammenarbeiten, um alle bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten optimal zu nutzen.“

Tibor Navracsics , EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, erklärte: „Der Sport bietet ein einzigartiges Potenzial, das zur Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Gesellschaften und zur Entwicklung von Städten und Regionen beiträgt. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, müssen wir Mittel und Wege finden, um den Sport bereichsübergreifend in unsere Maßnahmen zu integrieren. Insbesondere müssen wir ihn wirksam in die lokalen und regionalen Strategien einbeziehen und dabei auf den besonderen Stärken und Zielen der Regionen und Städte aufbauen.“

In einer gemeinsamen, von Präsident Lambertz und dem Ersten Vizepräsidenten Nilsson unterzeichneten Erklärung betonen der AdR und die UEFA Folgendes:

Der Sport leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der strategischen Ziele der EU-Kohäsionspolitik und der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung.

Der Vorschlag der Europäischen Kommission zur Verdopplung der Mittel für das Erasmus-Programm im nächsten langfristigen EU-Haushalt (für den Zeitraum 2021-2027) und die Schwerpunktsetzung auf den Breitensport und Good Governance und Integrität im Sportbereich sind begrüßenswerte Schritte in die richtige Richtung.

Zwei der größten Hindernisse für den freien und gleichberechtigten Zugang zu sportlichen Aktivitäten für alle Bürger, einschließlich Menschen mit Behinderungen, sind der Mangel an sportbezogenen politischen Maßnahmen und die mangelhafte Infrastruktur für den Breitensport. Die Gewährleistung des allgemeinen Zugangs zu Sportaktivitäten ist für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ausschlaggebend und trägt dazu bei, dass mehr Menschen Sport treiben.

Der Beitrag des Sports zur Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung und zur Förderung der sozialen Inklusion sollte stärker anerkannt werden. Im Rahmen der Vorschriften über die Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) und andere einschlägige EU-Politikbereiche sollten sportbezogene Maßnahmen unterstützt werden. Dazu gehören Investitionen in die Sportinfrastruktur, um durch den Sport die Solidarität und den Wohlstand zu fördern.

Der AdR und die UEFA wollen sich im Rahmen der #CohesionAlliance gemeinsam für eine starke Kohäsionspolitik einsetzen, die den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt in der gesamten EU nach 2020 fördert.

Zahlreiche dieser Empfehlungen hat der AdR bereits in seiner Stellungnahme zum Thema Sport in der Agenda der EU nach 2020 (Berichterstatter Roberto Pella (IT/EVP), Bürgermeister von Valdengo) formuliert und der Europäischen Kommission zugeleitet.

Hintergrundvermerk

Die #CohesionAlliance ist eine Allianz für die Kohäsionspolitik, deren Befürworter der Ansicht sind, dass diese Politik auch weiterhin eine tragende Säule für die Zukunft der EU sein muss. Infolge des Brexits und der neu durch die EU zu finanzierenden Prioritäten, wie Verteidigung, Sicherheit und Kontrolle der Außengrenzen, besteht nun die Gefahr, dass bei der anstehenden langfristigen EU-Haushaltplanung, dem mehrjährigen Finanzrahmen ‚ in dem die Obergrenzen für die Ausgaben der EU für die Zeit nach 2020 festgelegt werden, weniger Mittel für die Kohäsionspolitik bereitgestellt werden.

Um das zu verhindern und um das Bewusstsein für die zentrale Rolle der Kohäsionspolitik zu schärfen, haben die wichtigsten Verbände der Regionen und Städte – die Arbeitsgemeinschaft europäischer Grenzregionen (AGEG), die Versammlung der Regionen Europas (VRE), die Konferenz der europäischen regionalen gesetzgebenden Parlamente (CALRE), der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE), die Konferenz der peripheren Küstenregionen Europas (KPKR) und EUROCITIES – sowie der Europäische Ausschuss der Regionen im Oktober 2017 die Allianz für die Kohäsionspolitik (#CohesionAlliance) ins Leben gerufen.

Die Allianz fordert, dass die Kohäsionspolitik durch den EU-Haushalt nach 2020 stärker, wirksamer, sichtbarer und zugänglicher für alle Regionen in der Europäischen Union wird. Seit Gründung der Allianz haben mehr als 8 300 Einzelpersonen, 116 Regionen, 109 Städte und Kreise, 50 Verbände lokaler und regionaler Gebietskörperschaften, 40 Mitglieder des Europäischen Parlaments und 35 Branchenverbände der EU die Erklärung der Allianz unterzeichnet.

Kontakt:

Lauri Ouvinen

Tel.: +32 2 282 20 63

lauri.ouvinen@cor.europa.eu