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Regionalpolitiker und Europäische Kommission bündeln ihre Kräfte um die Werte der EU in der Schule besser zu vermitteln  

Der Europäische Ausschuss der Regionen und die Europäische Kommission werden mit der Hilfe regionaler und lokaler Gebietskörperschaften auf freiwilliger Basis gemeinsame Projekte entwickeln, um die Vermittlung von EU-Werten im Unterricht zu fördern. In einer Debatte auf der AdR-Plenartagung mit Margaritis Schinas, Kommissionsvizepräsident für die Förderung unserer europäischen Lebensweise, betonten die Regional- und Kommunalpolitiker außerdem, dass die Bildungssysteme Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung uneingeschränkt achten und fördern sollten. Sie hoben ferner hervor, dass der Erwerb von Wissen über die Europäische Union, ihre Werte, ihr kulturelles Erbe und ihre Vielfalt entscheidend wichtig ist und überall, für alle Altersgruppen und für alle EU-Bürger angeboten werden muss.

AdR-Präsident Apostolos Tzitzikostas sagte: „Ich danke Vizepräsident Schinas für diese hervorragende Debatte über Möglichkeiten zur Förderung unserer europäischen Werte durch Bildung und Kultur. Wir als Eltern und als Entscheidungsträger müssen unserer jungen Generation die nötigen Instrumente an die Hand geben, damit sie begreifen kann, dass die EU den Frieden und die Einheit möglich gemacht hat, die wir heute kennen. Das ist unsere Aufgabe für heute, wenn wir ein Morgen wollen. Gemeinsam mit Vizepräsident Schinas und Kommissionsmitglied Gabriel planen wir ein Pilotprojekt, um unsere gemeinsamen europäischen Werte im Unterricht besser zu vermitteln. Dies soll auf freiwilliger Basis geschehen, unter uneingeschränkter Achtung der Subsidiarität. Zudem wollen wir uns die Dynamik der Konferenz zur Zukunft Europas zunutze machen.“

Der Kommissionsvizepräsident für die Förderung unserer europäischen Lebensweise Margaritis Schinas erklärte: „Unsere europäische Lebensweise gerät innerhalb und außerhalb der Europäischen Union zunehmend unter Beschuss. Wir müssen alle, die für die Achtung der Menschenwürde eintreten, in einer Gesellschaft, die von Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und Gleichheit geprägt ist, mobilisieren, damit sie den Mund aufmachen und handeln. Ich freue mich, dass die Kommission ihre Kräfte mit dem Europäischen Ausschuss der Regionen bündeln und die Regionen und Städte in der gesamten Union auffordern wird, Zusagen für die Entwicklung von Unterrichtsmodulen für die Vermittlung europäischer Werte zu machen. Wir müssen unseren jungen Menschen die Möglichkeit geben, unsere gemeinsamen Werte, unsere gemeinsame Geschichte, unser kulturelles Erbe und die Bedeutung von Vielfalt und Pluralismus für unsere europäische Lebensweise zu begreifen.“

Tobias Gotthard (DE/Renew Europe), Abgeordneter des bayerischen Landtags, betonte: "Europas Werte und Ideen verdienen Raum in unseren Schulen. Mehr europäische Perspektiven im Geschichtsunterricht aller nationalen und regionalen Lehrpläne sowie eine Sammlung guter, digitaler Lernmaterialien sind im Sinne aller: Wir brauchen ein bildungspolitisches EuroTube als Angebot für unsere Schulen."

In der Debatte äußerten kommunale und regionale Mandatsträger ferner Bedenken gegen das neue ungarische Gesetz, das die Erwähnung von LGBTIQ vor Minderjährigen verbieten soll. Der Europäische Ausschuss der Regionen wird seine Stellungnahme zu der Strategie für die Gleichstellung von LGBTIQ-Personen der Europäischen Kommission im Oktober verabschieden. Der Stellungnahmeentwurf , der von Kate Feeney (IE/Renew Europe), Mitglied des Grafschaftsrates von Dún Laoghaire-Rathdown, erarbeitet wurde, wurde im April von der Fachkommission SEDEC angenommen . Hierin wird die Bedeutung der allgemeinen Sexualerziehung für die Bekämpfung von Stereotypen und Diskriminierung und die Förderung von Vielfalt betont.

Weitere Informationen:

Der Gemeinsame Aktionsplan , den der AdR und Kommissarin Mariya Gabriel im November 2020 unterzeichnet haben, enthält die gemeinsame Förderung europäischer Werte und Identitäten sowie der Unionsbürgerschaft durch Bildung und Kultur auf regionaler und lokaler Ebene als Ziel. Konkret könnte dies die Entwicklung innovativer Unterrichtsmaterialien über europäische Werte und europäische Vielfalt, die Konzipierung von Bildungskampagnen oder die Einrichtung von Netzen lokaler und regionaler Gebietskörperschaften umfassen.

2018 verabschiedete der AdR eine Stellungnahme zum Thema Stärkung der europäischen Identität durch Bildung und Kultur (Berichterstatterin: Tanya Hristova, BG/EVP). Hierin empfahl er, den Fremdsprachenerwerb bereits in jungen Jahren zu fördern und die Lernenden mit dem gemeinsamen europäischen Kulturerbe, der europäischen Geschichte und dem europäischen Integrationsprozess vertraut zu machen.

Ansprechpartner:

Lauri Ouvinen

Tel.: +32 473536887

lauri.ouvinen@cor.europa.eu

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