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Förderung der Gesundheit in Städten für eine bessere Lebensqualität der EU-Bürger  

In den kommenden Jahrzehnten werden 70 % der Weltbevölkerung im städtischen Raum leben. Infolge der Urbanisierung wird die Rolle der Städte an Bedeutung und Intensität gewinnen. Vor diesem Hintergrund nahm die AdR-Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT) am 30. März in Brüssel eine Stellungnahme zum Thema „Gesundheit in Städten: ein gemeinsames Gut“ mit einer Reihe von Empfehlungen in prioritären Bereichen wie Stadtplanung, Mobilität, Umwelt und gesunde Ernährung, Bildung, Sport und Regierungsführung an.

 

Lokale und regionale Entscheidungsträger drängen darauf, im Rahmen der EU-Städteagenda eine neue Partnerschaft zum Thema Gesundheit ins Leben zu rufen, um eine neue Kultur der Mitgestaltung zu schaffen und um die Gesundheit in Städten in unterschiedlichen politischen Bereichen zu fördern und nationale Regierungen, Regionen, Städte und Bürger dafür zu sensibilisieren. Sie wiesen auch darauf hin, dass „gesunde Städte“ nur dann entstehen können, wenn Regionen und Städte klare Strategien zur Verbesserung bestehender Formen der sozialen Sicherung umsetzen und neue gestalterische und partizipative Modelle wählen.

Roberto Pella (IT/EVP) , Berichterstatter der Stellungnahme , machte auch auf die Bedeutung des Schutzes des Wohlergehens der schwächsten Bevölkerungsgruppen (insbesondere Mütter und Kinder) und der aus gesundheitlichen Gründen (Krankheit und Behinderung) gefährdeten Bevölkerungsgruppen aufmerksam: „Die Ungleichheiten nehmen zu und die soziale und wirtschaftliche Kluft wächst, insbesondere in Städten, wo im Jahr 2050 70 % der Weltbevölkerung leben werden. Deshalb sollten in Städten aktive Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Stärkung des Bewusstseins für Gesundheitsfragen und gesunde Lebensweise umgesetzt werden“.

Die Fachkommission NAT fordert nicht nur einen gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung, sondern auch neue Modelle des kooperativen Regierens auf mehreren Ebenen, in deren Rahmen Institutionen, Unternehmen, Organisationen der Zivilgesellschaft und Bürger zur Planung eines gerechten und gemeinsamen städtischen Systems beitragen können. In diesem Zusammenhang schlagen die Mitglieder vor, in den größten städtischen Ballungsräumen Beobachtungsstellen für Gesundheitsfaktoren und Informationszentren einzurichten, in denen sich die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften über bewährte Verfahrensweisen und Finanzierungsmöglichkeiten informieren und sich darüber austauschen können.

Die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften verweisen darauf, dass es dringend notwendig ist, die Gesundheitsfaktoren zu untersuchen und zu analysieren, die Probleme im Zusammenhang mit der steigenden Lebenserwartung zu bewerten und die Systeme der sozialen Sicherung auf der Grundlage von Daten zur demografischen Entwicklung zu überarbeiten. Sie anerkennen, dass die Alterung der Bevölkerung und die damit zusammenhängende Zunahme chronischer Erkrankungen ein Problem für die Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung und der Systeme der sozialen Sicherung darstellen. Deshalb ist die Förderung von Maßnahmen zur Umsetzung von Strategien mit dem Schwerpunkt auf gesundheitsbestimmenden Faktoren wichtig, damit unsere Städte auf intelligente, nachhaltige und inklusive Weise wachsen können.

Ansprechpartnerinnen:

Wioletta Wojewodzka

Tel.: +32 2 282 22 89

wioletta.wojewodzka@cor.europa.eu


Diandra Vanigioli

Tel.: +32 2 282 22 99

diandra.vanigioli@cor.europa.eu

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