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Steuerung der Großraubtierpopulation: Lokalpolitiker fordern mehr Mittel und Flexibilität für die Mitgliedstaaten  

Jacques Blanc (FR/EVP), Bürgermeister von La Canourgue und Berichterstatter des Europäischen Ausschusses der Regionen zum Pastoralismus, forderte in einer Anhörung, die am 5. Dezember vom Europäischen Parlament in Brüssel zum Thema Wolf organisiert wurde, mehr Mittel und mehr Flexibilität für die Mitgliedstaaten, um ihre Großraubtierbestände zu steuern.

Die Bewahrung der Naturweidewirtschaft (Pastoralismus) ist eine notwendige Voraussetzung für die Beibehaltung der Landwirtschaft in allen Regionen mit dem Ziel, ein lebendiges ländliches Gefüge zu erhalten. Leider ist die Situation für den Pastoralismus in vielen Ländern Europas, in denen die Zahl der Großraubtiere zunimmt, äußerst besorgniserregend. Die Anzahl der durch Großraubtiere gerissenen Tiere ist bereits beträchtlich und steigt weiter an.

Der Europäische Ausschuss der Regionen ruft die Kommission auf, anhand des nächsten Berichts über den Zustand der Natur im Jahr 2020 zu prüfen, ob die Habitat-Richtlinie überarbeitet werden muss. Der AdR verlangt darüber hinaus, dass sich die Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt auf einen neuen spezifischen Artenschutzfonds stützt. „Dieser Fonds sollte der Entschädigung für die durch Großraubtiere verursachten Schäden dienen, deren Kosten erheblich anschwellen. Hierfür wird ein immer größerer Anteil des ELER aufgewendet, dessen Mittel jedoch stark gekürzt werden. In Frankreich wurden die jährlichen Kosten für den Schutz der Herden und die Entschädigungen vom französischen Institut für landwirtschaftliche Forschung (INRA) auf 80 000 Euro pro Wolf geschätzt. In Spanien stiegen die Kosten für Ausgleichszahlungen von 40 000 Euro im Jahr 2014 auf 300 000 Euro im Jahr 2019. Dieser exponentielle Anstieg der durch das Räubertum verursachten Kosten ist nicht mehr tragbar“‚ betonte Jacques Blanc.

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