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Ausbau der nachhaltigen und intelligenten Mobilität in Städten und Metropolregionen  

Die Städte und Regionen haben auf der Dezember-Plenartagung des Europäischen Ausschusses der Regionen Vorschläge für den Ausbau ihres öffentlichen Nahverkehrs vorgelegt. In der von Adam Struzik (PL/EVP), Marschall der Woiwodschaft Masowien, erarbeiteten Stellungnahme werden die Herausforderungen infolge des zunehmenden Autoverkehrs in Städten und Metropolregionen beleuchtet und es werden nachhaltige und intelligente Verkehrslösungen gefordert.

Der Verkehr ist für rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich. Überdies haben einige Verkehrsträger negative Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen, da sie Luftverschmutzung, Staus, Lärm und Unfälle verursachen und zu einer ungünstigen Raumnutzung führen. Andererseits liegt es in der Natur von Metropolregionen, dass Menschen aus den städtischen Randgebieten zur Arbeit in die Stadtzentren pendeln müssen. Deshalb ist die Umstellung auf umweltfreundliche Verkehrsträger geboten, in deren Zentrum ein kosteneffizienter öffentlicher Nahverkehr stehen muss.

„Moderne Städte beruhen auf einem gut ausgebauten und effizient verwalteten öffentlichen Nahverkehr, der wiederum entscheidend für die Entwicklung der Städte ist. Wir brauchen alternative und nachhaltige Lösungen für den motorisierten Individualverkehr, dessen tatsächliche Kosten gegenwärtig erheblich unterschätzt werden. Zugleich müssen wir berücksichtigen, dass öffentliche Verkehrsmittel aufgrund der COVID-19-Pandemie zunehmend weniger genutzt werden. Wir müssen deshalb in innovative Lösungen investieren und Lehren aus der aktuellen Situation ziehen, um resiliente öffentliche Verkehrssysteme aufzubauen, die angesichts der gegenwärtigen Krise und auch jeder möglichen künftigen Krise sicher sind und eine faire Alternative bieten“ , betonte Adam Struzik, Marschall der Woiwodschaft Masowien.

Der Berichterstatter fordert die Europäische Kommission auf, Unterstützung und Mittel nicht nur für neue Investitionen in den städtischen Nahverkehr und in die Infrastruktur für alternative Verkehrsträger bereitzustellen, sondern auch für die Umgestaltung veralteter und ineffizienter Lösungen. Die Fazilität „Connecting Europe“, der Modernisierungsfonds, die Aufbau- und Resilienzfazilität sowie der Fonds für einen gerechten Übergang müssen ihren Teil zu den Investitionen in eine nachhaltige Mobilität in der Stadt beisteuern und den Städten und Metropolregionen auf diese Weise helfen, die CO 2 -Emissionen aller Verkehrsträger zu senken und für einen nachhaltigen Verkehrsmix zu sorgen.

Der Berichterstatter betont zudem, dass Möglichkeiten gefunden werden müssen, dem Mobilitätsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden und zugleich den Verkehrsbedarf und seine negativen Auswirkungen einzudämmen. Eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr und Raumplanung kann sicherstellen, dass die Bürgerinnen und Bürger in einem Netz von Zentren gestaffelter Größe Zugang zu Waren und Dienstleistungen aller Art haben, insbesondere in Bezug auf Gesundheitsversorgung, Bildung, Sport, Kultur und soziale Unterstützung. Der Berichterstatter fordert ferner einen zuverlässigen und integrierten öffentlichen Nahverkehr, der den ländlichen Raum, städtische Randgebiete und die Stadtzentren miteinander verbindet, vor allem im Interesse von Pendlern sowie älteren Menschen und Jugendlichen.

Die regionalen Gebietskörperschaften spielen eine besondere Rolle für die Effizienz des öffentlichen Verkehrs und die Verknüpfung von Städten und Metropolregionen mit dem ländlichen Raum, indem sie eine zeitgemäße Planungspolitik verfolgen und den öffentlichen Verkehr finanzieren. Auch die externe Finanzierung aus den EU-Kohäsionsfonds ist hier von großer Bedeutung, ebenso wie andere Instrumente zur Finanzierung von Verkehrsinvestitionen, vor allem der Fonds für einen gerechten Übergang, der Teil des europäischen Grünen Deals ist“ , erklärt Adam Struzik .

Für die Städte und Metropolregionen müssen politische Entscheidungen auf der Grundlage konzeptioneller und organisatorischer Anstrengungen und Aufklärungsarbeit getroffen und die für die angestrebte Senkung der CO 2 -Emissionen erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden, so Adam Struzik weiter. Eine Veränderung der Lebensgewohnheiten hin zu einer stärkeren Nutzung umweltschonender Verkehrsträger setzt voraus, dass die Nutzer entsprechend sensibilisiert sind und vor allem echte Wahlmöglichkeiten haben.

Weitere Informationen:

Interview mit Adam Struzik : Öffentlicher Verkehr nach COVID – Nötig sind innovative und sichere Lösungen für die gegenwärtige und mögliche künftige Krisen

Ansprechpartnerin:

Carmen Schmidle

Tel.: +32 (0) 494 735 787

carmen.schmidle@cor.europa.eu

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