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Preisverleihung für die besten Initiativen im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2020  

Klimaschutzagentur Mannheim unter den Gewinnern

Am 1. Juni 2021 wurden bei einer feierlichen virtuellen Preisverleihung im Vorfeld der Europäischen Grünen Woche die besten Aktionen zur Sensibilisierung für Abfallvermeidung, die in der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV) 2020 durchgeführt worden sind, gewürdigt. Die unter 10 696 Aktionen in 33 Ländern ausgewählten sechs Gewinner wurden in den Kategorien Öffentliche Verwaltung und Organisation, Wirtschaft/Industrie, Verbände/NRO, Bildungseinrichtungen und Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet. Daneben wurde ein Sonderpreis für die Aktion verliehen, die den europäischen Geist am besten veranschaulicht.

Die Preisverleihung fand im Vorfeld der Europäischen Grünen Woche 2021 statt, die unter dem Leitthema „Null - Umweltverschmutzung“ steht. Mit den EWAV-Preisen werden bewährte Verfahren gewürdigt und der Zusammenhang zwischen Abfall und Verschmutzung hervorgehoben. Virginijus Sinkevičius‚ EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, Françoise Bonnet, Generalsekretärin des ACR+, und Tjisse Stelpstra, Mitglied des Europäischen Ausschusses der Regionen und Mitglied der Deputiertenstaaten der Provinz Drenthe, eröffneten die Veranstaltung und begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung.

Gewinner in der Verbände/NRO Kategorie ist die Klimaschutzagentur Mannheim, die während der EWWR verschiedene Alltagssituationen und Aktionen aufgezeigt hat, in denen Abfall entsteht, der mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. In den sozialen Medien (Facebook, Instagram und LinkedIn) wurden dazu jeden Tag verschiedene Themen präsentiert, wie zum Beispiel Mikroplastik im Grundwasser beim Wäschewaschen oder Gummiabrieb auf Straßen. Der Social-Media-Kampagne gelangte es unsichtbaren Abfall sichtbar zu machen und Lösungen aufzuzeigen, um die Produktion und Verteilung des unsichtbaren Abfalls zu vermeiden.

Peter Kurz (DE/PES), Oberbürgermeister von Mannheim, begrüßte die Auszeichnung der Mannheimer Klimaschutzagentur: Die Stadt Mannheim packt mit der Plastikstrategie das globale Problem der steigenden Plastikverschmutzung an. Unsere Klimaschutzagentur hat mit der Sichtbarmachung von Mikroplastik im Alltag und Lösungen zur Vermeidung einen großen Anteil am Erfolg der Strategie. Daher freut uns diese Auszeichnung im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung, an der regelmäßig auch andere Stellen der Stadt Mannheim teilnehmen, sehr."

Virginijus Sinkevičius ‚ EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, sagte: „Die Kreislaufwirtschaft ist eine Hauptpriorität und gehört zu den Säulen des europäischen Grünen Deals. Unser neuer Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft bietet ein Modell zur Senkung des Verbrauchs und zur Verdoppelung des Anteils kreislauffähiger Materialien in den kommenden zehn Jahren. Die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft wird nicht einfach sein, aber Menschen wie Sie zeigen, dass sie machbar ist. In wenigen Augenblicken werden die besten Initiativen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung ausgezeichnet, aber jede einzelne Aktion zählt, und die größte Belohnung ist es, Teil der Bewegung für eine nachhaltigere Zukunft zu sein.“

Françoise Bonnet , Generalsekretärin des ACR+, unterstrich: „Die 12. Ausgabe der EWAV war ein hervorragendes Beispiel dafür, wie viel diese Kampagne bewirken kann. Trotz der COVID-19-Beschränkungen fanden mehr als 10 600 Aktionen statt. Dank der Mitwirkung und des Engagements der zahlreichen Beteiligten, die diese Aktionen entwickelt und koordiniert haben, leistet diese Initiative einen sehr wirkungsvollen Beitrag zur Sensibilisierung für Abfallvermeidung auf lokaler Ebene und zur Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft.“

Sechs von den im März 2021 von der EWAV-Jury ausgewählten 16 Finalisten wurden ausgezeichnet. Als Anerkennung erhielten die Preisträger einen von einem maltesischen Künstler aus Recyclingholz geschaffenen Preis. Erstmals zeichnete das EWAV-Sekretariat nach einer Abstimmung der Veranstaltungsteilnehmer eine weitere Initiative aus.

  • Kategorie „Behörden/Organisationen“: Vermeidung von Meeresverschmutzung in Barcelona: #BeureSensePlastic (Drinking Without Plastic) challenge und ‚The sea starts here‘-Kampagne der Zero Waste working group und des Stadtrates von Barcelona in Spanien. Hierbei handelt es sich um zwei zusammenhängende Kampagnen: eine für die Beteiligung lokaler Organisationen an der Reduzierung von Einwegartikeln und eine zur Sensibilisierung für die Auswirkungen unseres Verhaltens auf das Meer mithilfe klarer Botschaften auf der Straße.

  • Kategorie „Unternehmen/Industrie“: Keine Lebensmittel verschwenden, Verhalten ändern der Corporación Alimentaria Peñasanta S.A. (CAPSA) in Asturien, Spanien. Die auf das Thema Lebensmittelverschwendung ausgerichtete Aktion des renommierten spanischen Molkerei-Unternehmens CAPSA hatte sowohl intern als auch extern interessante Auswirkungen.

  • Kategorie „Verbände/NRO“ (Verleihung durch Piotr Barczak, EUB): Unsichtbaren Müll sichtbar machen: EWAV 2020 der Klimaschutzagentur Mannheim GmbH in Deutschland. Diese Online-Kampagne dient zur Aufklärung über den unsichtbaren Abfall, der bei alltäglichen Aktivitäten und Verhaltensweisen anfällt, und bietet auch Lösungen zur Verringerung dieser Art von Abfall.

  • Kategorie „Bildungseinrichtungen“: #MissieMinder von MOS Vlaanderen in Belgien. Im Rahmen dieser Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung führten 29 Schulen Maßnahmen zur Abfallvermeidung durch.
  • Kategorie „Bürgerinnen und Bürger“: TOYS STORIES: Re-have fun! der zehnjährigen Teresa Monguilod Villa aus Zaragoza in Spanien. Diese Initiative umfasst eine Reihe von Tutorials für die Herstellung von Spielzeug aus Abfallmaterialien, mit denen auf die Bedeutung der Fantasie und den durch neues Markenspielzeug erzeugten Abfall aufmerksam werden soll.

  • Kategorie „Europäischer Sonderpreis“: Visible actions for invisible waste board game der Schulen Col·legi Sant Josep, Navàs, Katalonien (Spanien), Ecole Privée Saint Paul, Cesson (Frankreich), Su Ekzarh Antim I, Kazanlak (Bulgarien), Oulun Yliopisto, Oulu (Finnland), Istituto comprensivo Statale „R. Trifone“, Montecorvino Rovella (Italien), und Școala Gimnazială „Nicolae Iorga“, Sibiu (Rumänien). Im Rahmen eines Erasmus+-Projekts zu den Nachhaltigkeitszielen entwickelten Schüler aus ganz Europa gemeinsam ein Brettspiel zur Förderung der Abfallvermeidung und der nachhaltigen Entwicklung.

  • Beste Aktion nach Meinung der EWAV-Teilnehmer: Re'Compota der Associação de Desenvolvimento do Concelho de Espinho (ADCE), Portugal.

Hintergrund

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) ist die größte Sensibilisierungskampagne zur Abfallvermeidung in Europa. Impulsgeber sind die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften, die unterschiedliche Akteure wie Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Unternehmen, NGO und Vereine motivieren, Sensibilisierungskampagnen zur Reduzierung von Abfällen durchzuführen. Die Initiative wurde 2009 als EU - finanziertes LIFE+-Projekt ins Leben gerufen. Finanzierungspartner waren der Verband der Städte und Regionen für nachhaltiges Ressourcenmanagement ACR+, die internationale Vereinigung für Umweltkommunikation AICA (Italien), die katalanische Abfallagentur ARC (Katalonien, Spanien), die Brüsseler Umweltbehörde Bruxelles Environnement/Leefmilieu Brussel (Belgien), die ungarische nationale Direktion für Abfallbewirtschaftung (NWMD) und die französische Agentur für Umwelt und Kontrolle des Energieverbrauchs (ADEME).

Der Europäische Ausschuss der Regionen unterstützt die Europäische Woche der Abfallvermeidung und ist Mitglied des Lenkungsausschusses dieser Initiative.

Weitere Informationen über die EWAV-Preise finden Sie hier und im Pressedossier .

Ansprechpartnerinnen:

Serena Lisai (ACR+) // sli@acrplus.org

Berta López Domènech (AdR) // Berta.LopezDomenech@cor.europa.eu

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