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Reform der GAP: Modernisierung und Erhalt des Agrarsektors für die nächste Generation von Landwirten  

„Die Überalterung der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung schreitet rasch voran. Auf jeden Junglandwirt – im Alter von 35 Jahren oder jünger – kommen etwa neun Landwirte, die älter als 55 Jahre sind. Beim Generationenwechsel geht es nicht nur um die Senkung des Altersdurchschnitts der Landwirte in der EU. Es geht auch darum, einer neuen Generation hochqualifizierter junger Landwirte den Einsatz der vorhandenen technischen Möglichkeiten für eine nachhaltige Landwirtschaft in Europa zu ermöglichen.“ Mit diesen Worten eröffnete der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Phil Hogan, auf der Plenartagung des Europäischen Ausschusses der Regionen am 9. Februar die Debatte mit Lokal- und Regionalpolitikern über die künftige gemeinsame Agrarpolitik.

 

„Zwischen 2007 und 2013 ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um 20 % zurückgegangen, was den Modernisierungs- und Verbesserungsbedarf dieser tragenden Säule der Europäischen Union deutlich macht. Wir brauchen eine wirklich nachhaltige und solide ausgestattete GAP, um unsere lokalen Gemeinschaften für künftige Generationen attraktiv zu machen und ihnen ein Einkommen zu sichern. Wir müssen unsere ländlichen Gemeinschaften unterstützen, indem wir unsere Bemühungen um die Aufstellung einer innovativen europäischen Agenda für den ländlichen Raum wieder neu beleben“, erklärte Markku Markkula, Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen.

 

Im Rahmen der Debatte verabschiedeten die Mitglieder der Versammlung lokaler und regionaler Mandatsträger eine Stellungnahme zum Thema Unterstützung europäischer Junglandwirte des Berichterstatters Arnold Hatch (UK/EKR), Mitglied des Rates von Armagh, Banbridge & Craigavon in Nordirland. „Junge Menschen wollen nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten und ziehen vom Land in die Städte. Heute leben ca. 72 % der Bürgerinnen und Bürger der EU in städtischen Gebieten, und es wird davon ausgegangen, dass dieser Anteil in mehreren Ländern bis 2020 auf 90 % ansteigen wird. Wir sind uns alle einig über die Bedeutung der ländlichen Gemeinschaften, aber wir tun nicht genug, um sie zu erhalten. Wir brauchen eine gesunde Landwirtschaft für eine gesunde ländliche Wirtschaft – das bedeutet aber, dass das System für die finanzielle Unterstützung von Junglandwirten reformiert werden muss. Das Fördersystem sollte dem Bedarf der bereits aktiven und der neuen Landwirte gerecht werden und nicht an Landbesitz gekoppelt sein. Das aktuelle System kommt den bereits etablierten Landwirten zugute und erschwert Junglandwirten den Einstieg in die Landwirtschaft. Wir müssen in Kompetenzen investieren – wobei die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften ins Spiel kommen, indem sie Junglandwirten wichtige Beratung bei technischen, rechtlichen und finanziellen Fragen bieten“, so Hatch.

Hatch wies ferner darauf hin, dass die Bestimmungen der GAP flexibler gestaltet werden und der Rolle der Junglandwirte, die ihre berufliche Tätigkeit neben älteren Familienangehörigen oder anderen ländlichen Unternehmern aufnehmen, im Hinblick auf die rechtliche und wirtschaftliche Lage vor Ort (Übertragung von Ansprüchen, erst seit kurzem tätige ältere Landwirte usw.) Rechnung tragen müssen.

Der Berichterstatter des AdR zur Zukunft der GAP nach 2020, Guillaume Cros (FR/SPE), stellvertretender Vorsitzender des Regionalrates der Region Occitanie, machte darauf aufmerksam, dass sich die lokalen und regionalen Entscheidungsträger Sorgen um die Zukunft der ländlichen Gebiete machten, die hinter den städtischen Gebieten zurückblieben. Er forderte die Europäische Kommission auf, die finanzielle Unterstützung für die Entwicklung des ländlichen Raums aufzustocken, die von 32,6 % der Strukturfondsmittel für den Zeitraum 2007-2013 auf 21,3 % für den Zeitraum 2014-20 gekürzt wurde. Seiner Ansicht nach ist der aktuelle Anteil zu gering und entspricht nicht dem geografischen, demografischen und wirtschaftlichen Gewicht der ländlichen Gebiete.

Die Debatte fand wenige Tage nach dem Start der dreimonatigen öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission statt, der ersten Phase der Modernisierung und Vereinfachung der gemeinsamen Agrarpolitik. Im Juli 2017 wird Kommissar Hogan die Ergebnisse veröffentlichen, die als Grundlage für die offiziellen Vorschläge der Kommission dienen sollen, deren Veröffentlichung gegen Ende des Jahres erwartet wird.

Weitere Informationen

 

Unterstützung europäischer Junglandwirte, Arnold Hatch (UK/EKR), Mitglied des Rates von Armagh, Banbridge & Craigavon

 

Innovation und Modernisierung der ländlichen Wirtschaft, Randel Länts, Mitglied des Stadtrats von Viljandi (EE/SPE)

 

Konsultation über die Modernisierung und Vereinfachung der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), Frist: 2. Mai 2017

 

Weitere Informationen zur gemeinsamen Agrarpolitik

 

Ansprechpartnerin:
Wioletta Wojewódzka
Tel. +32 2 282 2289
wioletta.wojewodzka@cor.europa.eu

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