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Partnerschaften für regionale Innovation: 63 Regionen, sieben Städte und vier Mitgliedstaaten für Pilotaktion ausgewählt  

Die Kommission hat heute bekannt gegeben, dass 63 Regionen, sieben Städte und vier Mitgliedstaaten für das Pilotprojekt „Partnerschaften für regionale Innovation“, das gemeinsam mit dem Ausschuss der Regionen entwickelt wurde, ausgewählt wurden. Die Teilnehmer der Pilotaktion können bewährte Verfahren austauschen und gemeinsam Instrumente zur Mobilisierung von verschiedenen Finanzierungsquellen und Maßnahmen entwickeln und testen sowie regionale und nationale Programme mit EU-Initiativen für den ökologischen und digitalen Wandel vernetzen. Diese Partnerschaften werden in die neue Agenda für Innovation für Europa einfließen, in der der Wandel hin zur Nachhaltigkeit durch Innovation vorangetrieben wird und lokale Strategien mit Initiativen auf EU-Ebene verknüpft werden.

Der Aufruf zur Interessenbekundung ist im EU-Innovationsökosystem auf großes Echo gestoßen: Dies gilt für Mitgliedstaaten, die wie die Slowakei auf nationaler Ebene mitarbeiten, und eine Vielzahl von EU-Regionen, etwa Andalusien, die autonome Region Azoren, Hauts-de-France, Österbotten, die Woiwodschaft Karpatenvorland, die Nordägäis, Emilia-Romagna und viele andere. Er hat auch einen Prozess der Bottom-up-Zusammenarbeit und Vernetzung ins Rollen gebracht, der bereits viele Teilnehmer im Rahmen von multiregionalen Netzwerken zusammenbringt. Als Beispiele wären der Ostseeraum, die Bioregionen-Fazilität und ein erweitertes Städte 4.0-Konsortium (Leuven, Bologna, Turku), an dem auch Eindhoven (NL), Espoo (FI) und Cluj-Napoca (RO) beteiligt sind, zu nennen.

Die EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, Mariya Gabriel, erklärte: „Stärkere, umweltfreundlichere Volkswirtschaften und gerechtere Gesellschaften können nur geschaffen werden, wenn Innovation das Herzstück der politischen Agenda der EU bildet. Wir brauchen in jeder Region und in jedem Land Innovation und gegenseitigen Austausch, wenn wir den grünen und den digitalen Wandel schaffen wollen. Diese Partnerschaften ermöglichen es uns, Brücken zu bauen und damit Synergieeffekte zwischen Investitionen und innovative Lösungen zu begünstigen. Ich freue mich auf die innovativen Ideen und Ansätze, die dadurch entstehen werden.“

Elisa Ferreira, EU-Kommissarin für Kohäsion und Reformen, erläuterte: „Ohne Zusammenarbeit und Innovation kann es keine nachhaltige und resiliente Entwicklung der EU-Regionen geben. Alle Gebiete verfügen über ein Innovationspotenzial, das es auszuschöpfen gilt. Deshalb freue ich mich sehr über das rege Interesse an dem Aufruf zur Interessenbekundung. Ich erwarte mit Spannung die Ergebnisse des Pilotprojekts und hoffe, dass es dazu beitragen wird, die anhaltende Innovationskluft zwischen den Regionen zu überbrücken, durch die die Leistungsfähigkeit der EU insgesamt eingeschränkt wird.“

Apostolos Tzitzikostas, der Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen, ergänzte: „Wenn wir Innovation fördern, stärken wir die Resilienz vor Ort und sorgen dafür, dass unsere lokalen Gemeinschaften besser in der Lage sind, Notlagen zu bewältigen, die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die lokalen Volkswirtschaften zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund zählen wir auf die Unterstützung der Kommissarinnen Ferreira und Gabriel bei der gemeinsamen Arbeit an den Partnerschaften für regionale Innovation, die ein Schlüsselinstrument sind, wenn es gilt, alle verfügbaren Mittel zur Verbreitung von Innovation vor Ort zu koordinieren und alles daran zu setzen, unsere Regionen, Städte und Dörfer energieeffizienter und nachhaltiger zu machen.“

Protokoll für die Partnerschaften für regionale Innovation

Die Teilnehmer des Pilotprojekts werden erste Erfahrungen mit den neuen Partnerschaften für regionale Innovation machen und sich dabei auf das „Protokoll für die Partnerschaften für regionale Innovation“ (Partnerships for Regional Innovation Playbook) stützen, das heute von der Gemeinsamen Forschungsstelle als erster Leitfaden veröffentlicht wird. Im Protokoll wird ein breites Spektrum von Instrumenten und Governance-Mechanismen für eine bessere Koordination der Innovationspolitik auf regionaler, nationaler und EU-Ebene angeboten, das dazu dienen soll, den grünen und den digitalen Wandel in Europa zu verwirklichen und die Innovationskluft in der EU zu überwinden. Ein zentrales Element des vorgeschlagenen Ansatzes ist die Einführung von Missionen vor Ort, die darauf abzielen, Maßnahmen nach einer kohärenten, zielgerichteten Logik zu koordinieren, sodass eine breite Palette an politischen Maßnahmen für Innovationen auf Systemebene ausgelotet werden kann.

Im Zuge der Pilotaktion werden die Teilnehmer diese politischen Instrumente testen und gleichzeitig gemeinsam operative Orientierungshilfen erstellen. Das Protokoll und die Pilotaktion werden ferner dazu beitragen, bewährte Verfahren zu fördern, aus Experimenten Lehren zu ziehen und sowohl die öffentlichen Verwaltungen als auch das Ökosystem im Allgemeinen zu unterstützen. Die Pilotaktion wir sich nicht auf den laufenden Programmplanungsprozess der für den Zeitraum 2021-2027 veranschlagten Mittel auswirken.

Hintergrund

Die Partnerschaften sind in der geplanten neuen Agenda für Innovation für Europa verankert, die dabei helfen soll, die Initiativen und Investitionen auf EU- und nationaler Ebene zu integrieren. Diese Bemühungen zielen direkt darauf ab, die Innovationsökosysteme zu verbessern, die einen Schlüsselbereich für die Steigerung der Innovationsleistung in der EU darstellen. Das Hauptziel besteht darin, regionale und lokale Innovationsökosysteme stärker zu vernetzen und nachhaltige Wertschöpfungsketten und Deep-Tech-Branchen in Europa auszubauen.

Die Partnerschaften bauen als komplementärer Ansatz auf den positiven Erfahrungen auf, die mit den Strategien für intelligente Spezialisierung gemacht wurden. Intelligente Spezialisierung ist ein ortsbezogener Ansatz, der aus der Kohäsionspolitik der EU hervorgegangen ist und strategische Interventionsbereiche aufzeigen soll, die sowohl auf der Analyse der Stärken und des Potenzials der Wirtschaft als auch auf einer Erschließung unternehmerischer Chancen (EDP) mit breiter Beteiligung der Interessengruppen basieren. Intelligente Spezialisierung ist auf Innovation fokussiert und spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Forschung und Innovation zu unterstützen und so eine nachhaltige und resiliente Entwicklung aller Regionen in Europa zu gewährleisten.

Die ausgewählten Gebiete werden entweder einzeln oder als Teil von sechs verschiedenen Netzwerken von Regionen und Städten der EU teilnehmen. Insgesamt nehmen 23 Mitgliedstaaten an der Pilotaktion teil. Der Aufruf zur Interessenbekundung lief von März bis April 2022.

Weitere Informationen

Partnerschaften für regionale Innovation – Plattform „Intelligente Spezialisierung“

Europäischer Ausschuss der Regionen – Website der SEDEC 

Protokoll für die Partnerschaften für regionale Innovation

Karten der Teilnehmer an dem Aufruf zur Interessenbekundung

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