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Neues Europäisches Bauhaus: Städte und Regionen wollen das Konzept in der Praxis erproben  

Zur Stärkung der territorialen Dimension der Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ veranstalteten die Europäische Kommission und der Europäische Ausschuss der Regionen am 14. April einen Online-Workshop mit Bürgermeistern und anderen hochrangigen Vertretern früherer europäischer Kulturhauptstädte und Hauptstädte der Innovation. Die Teilnehmer*innen, zu denen zwei deutsche Regionalpolitiker des Ausschusses der Regionen gehörten, hoben in den Diskussionen mit den Kommissionsmitgliederinnen Mariya Gabriel und Elisa Ferreira hervor, dass der Erfolg des Projekts „Neues Bauhaus“ von der Erschließung des kreativen Potenzials der Städte und Regionen abhängt.

Bei der Initiative neues Europäisches Bauhaus handelt es sich um ein ökologisches, wirtschaftliches und kulturelles Projekt mit Blick auf die Verwirklichung des europäischen Grünen Deals. Dabei sollen die Aspekte Design, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Erschwinglichkeit und Investitionen miteinander kombiniert werden sollen. Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen hatte dieses Vorhaben in ihrer Rede zur Lage der Union 2020 angekündigt. Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase der gemeinsamen Gestaltung, die in Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für die ersten fünf Pilotprojekte münden wird. Diese Ideen aus ganz Europa sollen dann mit finanzieller Unterstützung der EU umgesetzt werden. Kommissarin Ferreira bestätigte außerdem, dass die Europäische Kommission in der kommenden Woche den ersten neuen europäischen Bauhauspreis vergeben wird.

Gerry Woop (DE/SPE), Berliner Staatssekretär für Europaangelegenheiten, sagte: „Für mich ist das Neue Europäische Bauhaus ein Projekt der Hoffnung - die Hoffnung, dass die Transformation zu einem besseren gemeinsamen Leben im Einklang mit unserem Planeten nicht erst morgen beginnt, sondern bereits in vollem Gange ist und hier und heute in unseren Städten und Regionen entscheidend mitgestaltet wird.“

Malte Krückels (DE/SPE), Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen, kommentierte: Das Neue Europäische Bauhaus ist eine inspirierende Idee um die Green Deal Agenda in ein greifbares Projekt zu übersetzen. Es geht dabei nicht nur um technologische und nachhaltige Konzepte für die Zukunft, sondern auch darum, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen und für dieses Projekt zu gewinnen. Wir in Thüringen mit dem Bauhauserbe Weimar werden uns im Rahmen des Ideenlabor Weimar 2021 , welches am 9. Mai gestartet werden soll, aktiv in diesen Gestaltungsprozess einbringen.“

Das für Kohäsion und Reformen zuständige Kommissionsmitglied Elisa Ferreira erklärte: „Das neue europäische Bauhaus ist ein Projekt für alle Regionen, Städte und Dörfer. Es ist nicht nur Ausdruck einer politischen Entscheidung und eines Umdenkens, sondern wir beschreiten gemeinsam einen neuen Weg hin zur physischen Umgestaltung der Räume, in denen wir leben und wohnen und unser öffentliches Leben stattfindet. Jeder Ort in der EU hat seine ganz eigene Identität und ist Teil des Kulturreichtums, des Erbes und der Vielfalt Europas. Kultur und Kreativität sind wichtige Triebkräfte für Innovation, Unternehmertum und regionales Wachstum. Dies alles sind unterschiedliche Facetten, die durch das neue Europäische Bauhaus auf eine neue Art und Weise Gestalt annehmen. Die im Zusammenhang mit den europäischen ‚Kulturhauptstädten‘ und ‚Innovationshauptstädten‘ gewonnenen Erfahrungen und Ideen können einen wertvollen Beitrag zur gemeinsamen Gestaltung dieser neuen europäischen Bewegung für einen besseren Wiederaufbau darstellen.

„Das neue Europäische Bauhaus zielt darauf ab, die Menschen und Gemeinschaften zu stärken und Lösungen für die Probleme zu finden, mit denen unsere Bürgerinnen und Bürger im Alltag konfrontiert sind,“ erklärte Mariya Gabriel , Kommissionsmitglied für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, und ergänzte: „Ich freue mich, dass heute einige Bürgermeister hier waren, und damit diejenigen, die sich vor Ort um die dringendsten Bedürfnisse kümmern. Ich danke ihnen, dass sie ihren Erfahrungsschatz mit uns geteilt haben. Im Zentrum dieser Initiative stehen die lokalen Gemeinschaften. Dies beginnt bei der gemeinsamen Gestaltung von Lösungen und reicht bis zur Weiterentwicklung bewährter Verfahren durch lokale Erfahrungen. Das neue Europäische Bauhaus wird eine zentrale Rolle spielen, wenn es darum geht, unter Beteiligung aller unsere Gemeinschaften umzugestalten und unser Leben mittels Innovation, Kultur, Bildung und Forschung zu verbessern.“

Apostolos Tzitzikostas , Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen und Gouverneur der griechischen Region Zentralmakedonien, betonte: „ Mit dem neuen Europäischen Bauhaus soll der Wandel in unseren Städten und Regionen vorangetrieben werden. Es geht darum, den Grünen Deal auf die lokale Ebene zu bringen. In den Städten und Regionen kann diese im Wesentlichen ortsbezogene Bewegung in der Praxis erprobt werden. Es ist an den Gemeinschaften zu entscheiden, wie sie ihre jeweiligen Herausforderungen am besten angehen wollen, und was ihrem Bedarf am ehesten entspricht.“

Präsident Tzitzikostas schlug darüber hinaus vor, den neuen Europäischen Bauhauspreis mit einem besonderen Label nach dem Vorbild des Horizon Seal of Excellence oder des europäischen Kulturerbe-Siegels zu verknüpfen: „Ein neues Europäisches Bauhaus-Siegel könnte einen weiteren Anreiz für neue Projekte bieten und langfristig die Schlagkraft der Initiative erhöhen“, so Präsident Tzitzikostas.

Ansprechpartner:

Lauri Ouvinen

Tel.: +32 473536887

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