Europäische grenzübergreifende Bürgerallianz  

Die Europäische grenzübergreifende Bürgerallianz wurde 2020 ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative soll das Leben der europäischen Bürgerinnen und Bürger in den Grenzregionen der EU verbessert werden.

Der Europäischen grenzübergreifenden Bürgerallianz gehören zahlreiche Interessenträger an:​

  • Europäischer Ausschuss der Regionen
  • Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG)
  • Mission Opérationnelle Transfrontalière (MOT)
  • Central European Service for Cross-border Initiatives (CESCI)
Die Regionen an den Binnengrenzen machen 40 % des Gebiets und 30 % der Bevölkerung der EU (150 Millionen Menschen) aus, knapp 2 Millionen Menschen sind Grenzgänger. Seit der Einrichtung des Binnenmarktes und des Schengen-Raums haben sich in den Grenzregionen zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet, und die Regionen haben sich in vielen Fällen von abgelegenen Gebieten zu Wachstumszentren entwickelt. ​

Herausforderungen für das Leben in Grenzregionen

Dennoch gibt es nach wie vor viele Hindernisse. In Grenzregionen lebende Bürgerinnen und Bürger sehen sich in ihrem Alltag nach wie vor Schwierigkeiten ausgesetzt, sei es bei der Arbeitsplatzsuche, dem Zugang zur Gesundheitsversorgung, dem täglichen Pendeln oder bei Behördenangelegenheiten. Ebenso stoßen die Unternehmen auf Probleme, die ihr Wachstum behindern, und die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften stehen weiterhin vor Herausforderungen bezüglich der Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, etwa bei grenzüberschreitenden öffentlichen Dienstleistungen.

Diese Herausforderungen sind während der COVID-19-Krise noch deutlicher zutage getreten, als die Grenzen nach Jahrzehnten der Freizügigkeit über Nacht geschlossen wurden. Dadurch gerieten die Bevölkerung und die Unternehmen in Grenzregionen in große Schwierigkeiten und wurden von massiven negativen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen getroffen. Diese Hindernisse müssen unbedingt überwunden werden, um die Chancen zu nutzen, die offene Grenzen den Bürgerinnen und Bürgern und den Unternehmen bieten, und es müssen die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, damit die Grenzen auch in Krisenzeiten offen bleiben.

Verstärkte Zusammenarbeit

Andererseits sind in der Krise auch vielfältige Formen der Zusammenarbeit entstanden. Deutlich wurden die Abhängigkeit der Grenzregionen voneinander und die Solidarität miteinander, die nun durch europäische und nationale öffentliche Maßnahmen unter umfassender Berücksichtigung der Besonderheiten der Grenzregionen organisiert und gestärkt werden müssen.

Unterzeichnen Sie die Erklärung

Wir laden alle in Grenzregionen lebenden sowie generell alle an diesem Thema interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, der Allianz beizutreten und die Erklärung zu unterzeichnen, die in allen Amtssprachen der EU sowie auf Serbisch und Ukrainisch verfügbar ist. Wir laden außerdem grenzübergreifende Strukturen wie die Europäischen Verbünde für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ), die Euroregionen und die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften, NRO und Unternehmen ein, sich der Allianz anzuschließen und sich gemeinsam mit uns für die Zukunft der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zu engagieren.

Sie können die Erklärung in der gewünschten Sprache unter der Rubrik „Bringen Sie sich ein“, „Einschlägige Informationen“, herunterladen.

Auf der Grundlage der durch die Allianz gewonnenen Erkenntnisse plant der Europäische Ausschuss der Regionen die Verabschiedung einer Entschließung zur Zukunft der grenzübergreifenden Zusammenarbeit bis 2050 als offiziellen Beitrag zur Konferenz zur Zukunft Europas.